Lange Nacht der Psychoanalyse 2022

 

Im Rahmen der Langen Nacht der Wissenschaften

Endlich! Nach zwei Jahren Corona-bedingter Pause freuen wir uns sehr, Sie zur 7. Langen Nacht der Psychoanalyse im Rahmen der Langen Nacht der Wissenschaften (LNDW) in Berlin einzuladen. Ein kurzer Rückblick auf die vergangenen zwei Jahre führt Sie zu unserem Programm für 2022.

Nachdem die Vorbereitungsgruppe der Langen Nacht Anfang 2020 von Pandemie und Lockdown überrascht wurde, musste das schon fertiggestellte Programm auf Eis gelegt werden. Nach all der Arbeit, eine traurige Enttäuschung.

In bewährter Zusammenarbeit zwischen der Vorbereitungsgruppe der Berliner psychoanalytischen Institute und dem Team um Prof. Dr. Lilli Gast, zum damaligen Zeitpunkt Interimspräsidentin der International Psychoanalytic University Berlin (IPU), wurde als Ersatz eine neue, von der Langen Nacht unabhängige Veranstaltung für 2021 anvisiert. Aus gegebenem Anlass sollte das Thema ‚Krise‘ aufgegriffen werden. Dabei standen insbesondere die Covid-19-Pandemie, sowie die Klimakrise und deren Bedeutung für und Auswirkung auf Individuum und Gesellschaft unter Berücksichtigung psychoanalytischer Konzepte im Fokus. Jedoch ist auch im letzten Jahr die seit 2013 bestehende Kooperation zwischen den Instituten und der IPU coronabedingt leider nicht zu Stande gekommen. Zum zweiten Mal musste das Anliegen, die Psychoanalyse aus inhaltlicher, wie aus berufspolitischer Perspektive nicht nur einem Fachpublikum, sondern der breiten Öffentlichkeit näher zu bringen, verschoben werden.

Umso größer war unsere Freude, als es hieß, die LNDW 2022 wird in gewohnter Manier, sprich in Präsenz, stattfinden können. Im Oktober 2021 begann die Vorbereitung. Es sollte nicht mehr vordergründig um Krisen gehen, sondern ein ganz offener Themenkatalog werden. Mit dem Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine im Februar 2022, das Programm stand längst, rückte das Thema ‚Krisen‘ erneut in den Fokus.

Corona-Pandemie, Klimakrise, und nun Krieg in Europa – das und vieles andere macht uns Angst, lässt uns die Sinn-Frage stellen. Wie gehen wir damit um, wie können wir äußere Zusammenhänge und uns selbst besser verstehen und wo finden wir Halt?
Die 7. Lange Nacht der Psychoanalyse schaut auf diese und weitere spannende Fragen und Themen und zeigt was die Psychoanalyse beitragen kann: Vom Umgang mit und über Folgen der Krisen, über Einblicke in psychotherapeutische Arbeit, bis zur Psychoanalyse des Feierabendbiers – 32 Vorträge und interaktive Formate bringen Licht ins Dunkel und laden ein zum Diskutieren.

Auf dem Bild zu sehen sind die Logos der 11 Berliner psychologischen Institute der DGPT und VAKJP, kurz BPSI

Wann?

Samstag, den 2. Juli 2022 zwischen 17 und 24 Uhr

Es laden ein:

elf Berliner psychoanalytische Ausbildungsinstitute

Wo?

International Psychoanalytic University (IPU),
Stromstraße 2 – 3,
10555 Berlin

Programm Lange Nacht der Psychoanalyse 2022

zum Flyer >

Kultur und Psychoanalyse

Haus 2, 1. OG Raum 01 a

17.00 Uhr

Samstag, den 2. Juli 2022

Von Mutter-Tochter-Beziehung zur Konstruktion des psychischen Raums im Film „El Rocío“

Dipl.-Psych. Paula López und Dr. phil. Claudia Lozano (BPI)

18.00 Uhr

Samstag, den 2. Juli 2022

Stalingrad und Nibelungenmythos

Prof. Dr. med. Gertrud Hardtmann (BPI)

19.00 Uhr

Samstag, den 2. Juli 2022

Zur Psychoanalyse des Feierabend-Biers

Dr. Gerald Abl (BIPP)

20.00 Uhr

Samstag, den 2. Juli 2022

Die dunkle Seite des Selbst: Das Motiv des bösen Doppelgängers anhand des Horror-Thrillers „Us“

Dr. Thomas Huckert (BIPP)

21.00 Uhr

Samstag, den 2. Juli 2022

Megadeth: Schunkeln zur „Symphonie der Zerstörung“

Dipl.-Psych. Yvonne Gisela Strack (JIB)

22.00 – 23.00 Uhr

Samstag, den 2. Juli 2022

Social Dreaming: Ein Gruppenverfahren zur Reflexion von Institutionen und sozialem Unbewussten

Dipl.-Psych. Markus Schirpke, Dr. med. Robert Ohlrich und Dipl.-Psych. Anne Mauritz (BIG)

Globales und Krisen

Haus 2, 3.OG Raum 5b

17.00 Uhr

Samstag, den 2. Juli 2022

Halt in der Besinnung finden

PD Dr. sc. med. Christoph Seidler (BIG)

19.00 Uhr

Samstag, den 2. Juli 2022

Climate Talk: Inwiefern erfordert ein Gespräch über die Klimakrise therapeutische Fähigkeiten?

Dipl.-Psych. Barbara Meerwein (AAI)

21.00 Uhr

Samstag, den 2. Juli 2022

Reale Paranoia und ohnmächtige Furchtlosigkeit. Wandel der Angst angesichts von Krieg und Corona

Dr. phil. Angelika Ebrecht-Laermann (BPI)

Körper und Sinn

Haus 3, EG Raum b-01

17.00 Uhr

Samstag, den 2. Juli 2022

Hypothese zur intrauterinen absoluten Liebe zum Primärobjekt Mutter und die Folgerungen

Dr. med. Ulrich Ratzeburg (BIPP)

18.00 Uhr

Samstag, den 2. Juli 2022

Sinnsuche und Spiritualität in der heutigen Zeit

Dr. med. Frank Horzetzky (APB)

19.00 Uhr

Samstag, den 2. Juli 2022

Betrachtung der Eltern-Kind-Beziehung im Licht von Keimzellspenden

Dr. rer. nat. Kati Albert (APB)

20.00 Uhr

Samstag, den 2. Juli 2022

Beschämte Weiblichkeit: Ungewollte Kinderlosigkeit und Reproduktionswahn

Dipl.-Psych. Vera Söder (APB)

21.00 Uhr

Samstag, den 2. Juli 2022

Tätowierung und Übertragung

Dipl.-Psych. Joseph Parverdian (BIPP)

22.00 Uhr

Samstag, den 2. Juli 2022

Bildschön — Digitale Transformation des Körpers am Beispiel der Schönheitsmedizin

PD Dr. phil. habil. Dipl.-Psych. Ada Borkenhagen (IPB)

Kinder und Jugend

Haus 3, EG Raum b-02

19.00 Uhr

Samstag, den 2. Juli 2022

Wie wir lernen Psychoanalytiker*innen zu werden — Infant Observation — eine Methode nach Esther Bick

Dipl.-Psych. Heike Zagermann (IAKJP Esther Bick)

20.00 Uhr

Samstag, den 2. Juli 2022

Ihr erstes Wort war „Angst“ — eine Spinnenphobie

Dipl.-Päd. Doris Mauthe-Schonig, Dipl. Päd. Ulrike Held (EJI)

21.00 Uhr

Samstag, den 2. Juli 2022

Was ist Autismus? Eine Erklärung der Diagnose und des psychoanalytischen Blickwinkels

Sabine Dechent (IAKJP Esther Bick)

Aus dem Behandlungszimmer

Haus 3, EG Raum b-02

17.00 Uhr

Samstag, den 2. Juli 2022

Was ist eine Jubiläumsreaktion?

Dr. med. Reimer Hinrichs (PaIB)

18.00 Uhr

Samstag, den 2. Juli 2022

Was bedeuten Träume, Assoziationen und spontane Inszenierungen in der psychoanalytischen Arbeit?

Christoph Eissing (BPI)

22.00 Uhr

Samstag, den 2. Juli 2022

Transgenerationale Weitergabe von Werten aus psychoanalytischer Sicht

Dr. med. Karl-Heinz Bomberg (APB)

Freuds Bar

Haus 3, EG Raum b-03

17.00 Uhr

Samstag, den 2. Juli 2022

Freud und Dora — Über hundert Jahre Kommentare zur Analyse einer jungen Frau

Dipl.-Psych. Carolin Keller (PaIB)

18.00 Uhr

Samstag, den 2. Juli 2022

Können wir das Unbewusste jemals wirklich bewusst machen?

Dr. med. Eike Hinze (BPI)

19.00 Uhr

Samstag, den 2. Juli 2022

Träume verstehen

Dipl. Psych. Michael Janßen (BIPP)

20.00 Uhr

Samstag, den 2. Juli 2022

Zur Bedeutung des Mutes aus psychotherapeutischer Sicht

Dr. phil. Ruth Becker (APB)

21.00 Uhr

Samstag, den 2. Juli 2022

Wie verrückt muss man sein … um Psychoanalytiker*in zu werden?

Dina Dolgin (BIPP), Carina Immig (PaIB), Anja Lehmann (BPI) und Milena Chudy (JIB)

Psychoanalyse und Gesellschaft

Haus 3, EG Raum b-04

17.00 Uhr

Samstag, den 2. Juli 2022

„Ich bin Zeuge der Welt, die ich anschaue.“

Dr. Bernd Heimerl (BIPP)

18.00 Uhr

Samstag, den 2. Juli 2022

Die Angst vor der Triage

Dr. phil. Dipl.-Psych. Jakob Tröndle (IPB)

19.00 Uhr

Samstag, den 2. Juli 2022

„Die Deutschen werden den Juden Auschwitz nie verzeihen“ (Rex) — zum sekundären Antisemitismus

PD Dr. Wolfgang Hegener (PaIB)

20.00 Uhr

Samstag, den 2. Juli 2022

Self-Affirmation — die destruktive Seite der Selbstbekräftigung

Carina Immig, Psychologin (M.Sc.) und Sportpsychologin (M.A.); Prof. Dr. Karsten Krauskopf, Dipl.-Psych.

21.00 Uhr

Samstag, den 2. Juli 2022

Innere und äußere Welten bei Flucht und Migration

Ina Klingenberg (BIPP), Cecilia Enriquez de Salamanca (IAKJP Esther Bick)

22.00 Uhr

Samstag, den 2. Juli 2022

Kopf, Körper, Gruppe — Eine Fußballpsychoanalyse!

Dr. med. Alexander Drandarevski (BIG)