Seit den 1990er Jahren befasst sich die deutschsprachige Psychoanalyse mit Theorien zum Verständnis motorischer Unruhe, Aufmerksamkeitsproblemen und Impulsdurchbrüchen, gemeinhin als ADHS bezeichnet. Im Latenzalter ist dies eine der am häufigsten vergebenen Diagnosen. Der Vortrag wird zunächst einen Blick zurück auf die unterschiedlichen Verständniszugänge werfen, von damals bis heute. Die darin erkennbare Bewegung von einer konfliktzentrierten […]
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Wissenschaftlicher Abend
Psychoanalyse und Migration: Der „Narzissmus der kleinen Unterschiede“ in der globalisierten Welt und die Unfähigkeit, zu trauern
Narzisstische Spaltungs-, Projektions- und Verleugnungsprozesse werden häufig in Zusammenhang mit der Migration aktiv, sowohl beim einzelnen Menschen mit Migrationserfahrungen wie auch auf gesellschaftlicher Ebene. In beiden Fällen spielen abgewehrte Scham- und Schuldgefühle eine entscheidende Rolle. Anhand eines Fallbeispiels zeige ich, wie die psychoanalytische Arbeit mit Trauer und Verlust zu einer besseren inneren und äußeren Integration […]
Wenn das Erwachsene drängt – Über die Abwesenheit von Sexualität in der Gruppenpsychotherapie
Gruppenanalytische Gespräche am BIG Auch wenn die Psychoanalyse vormals der Pansexualität bezichtigt wurde, ist es heute kein Geheimnis, dass gelebte Sexualität in vielen Psychotherapien Erwachsener, unabhängig vom Verfahren, wenig im Zentrum des Besprochenen liegt. Dies gilt für Einzelpsychotherapien und im Hinblick auf die Gruppenpsychotherapie vor dem Hintergrund multipler Schamanlässe eher mehr. So beschreibt Morris Nitsun […]
Über die Scham, menschlich zu sein und die Herausforderung gelingender Generativität
Ein Bestimmungsstück der durch kapitalistische Markt- und Machtmechanismen getriebenen westlichen Moderne ist die Hoffnung, dass zukünftig alles besser wird. Der Imperativ der Optimierung bringt Scham hervor, die als Leitaffekt im Spiel der Generationen gelten kann. Als Denkbarriere kann Scham Groll, Zorn, Neid, als Lösungskatalysator kann sie Schuld-, Trauer- und Verzeihensprozesse befördern. Vor dem Hintergrund multipler Krisen und in einer immer älter […]
Die Entwicklung schwuler Männer im Übergang von der präödipalen zur ödipalen Phase (ödipale Übergangsbeziehung) und deren Herausforderungen.
Der Ödipuskomplex ist eines der zentralen Konzepte der Psychoanalyse, der die Entwicklung der menschlichen Sexualität und Identität beschreibt. Dieser ist jedoch nicht der Beginn dieser Entwicklung, sondern hat Vorläufer, die den Verlauf der ödipalen Phase maßgeblich bestimmen. Auch schwule Männer müssen die ödipale Situation meistern, um zu einer gesunden homosexuellen (schwulen) Identität zu finden. In […]
Ein eingehegtes Wagnis – Die Dating-App Tinder und das Sprechen darüber im Rahmen einer Interviewstudie
Der Übergang vom vorgestellten Kontakt zur realen Begegnung – von der Wunschfantasie zur Realität – wird im Kontext dieser Dating App in spezifischer Weise vermittelt und reguliert. Dabei kommt sowohl den Eigenschaften des Mediums eine Bedeutung zu, als auch den kollektiv geteilten Fantasien, die sich an dieses anheften. An diese Überlegungen anknüpfend, möchte ich im […]
Dokumentation der Buchvorstellung Herbert Rosenfeld – Then and Now. The Significance of His Work for Contemporary Psychoanalysis 2024 in London
Am 21.Juni 2024 fand in London die Buchvorstellung der von Karin Johanna Zienert-Eilts und Wolfgang Hegener herausgegebenen englischen Ausgabe des Buches über Leben und Werk Herbert Rosenfelds statt: Herbert Rosenfeld – Then and Now. The Significance of His Work for Contemporary Psychoanalysis. In diesem Band sind Beiträge versammelt von Hermann Beland, Irma Brenman Pick, Franco […]
EGATIN Study Days April 25 – 27 2025 in Berlin
EGATIN Study Days April 25 – 27, 2025 in Berlin Working with polarization in our groups and in group-analytic training Flyer EGATIN Study Days April 25 – 27, 2025 Berlin > Registration Please register at: Registration · Weitere Infos > You will receive confirmation of registration and invoice after receipt of payment. For further questions, […]
Donald Meltzer: Der psychoanalytische Prozess Teil III:
Das Klären der geographischen Verwechslungen Fortsetzung des Seminars im Kapitel 2
Wir befinden uns jetzt im 2. Kapitel und werden uns besonders mit der Kommunikationsform „projektive Identifizierung“ und dem Gebrauch der Psychoanalytiker*in als „Toilettenbrust“ befassen. Wie gewohnt lesen wir den Text und werden In der anschließenden Diskussion eines Stundenprotokolls einer Kinderbehandlung diese Phänomene untersuchen. Das Seminar führt Praxis, Behandlungstechnik und Theorie zusammen. Meltzers Text bietet eine […]
Zeitgemäßes über Krieg und Tod. Keine Re-Lektüre, sondern der Versuch, sich über ost- und westdeutsche Verwurzelung zu verständigen
Beschreibung: Gruppenanalytische Gespräche am BIG “Mit dem Ende der Teilung und Spaltung Deutschlands entstand zunehmend Raum für eine differenziertere gesellschaftliche Diskussion. Der Ausbruch des Krieges in der Ukraine hat die deutsche Gesellschaft bis in ihre Grundlagenmatrix erschüttert – und so auch uns beide. Plötzlich bekommen unsere unterschiedlichen biographischen Hintergründe wieder mehr Gewicht und spielen bei […]