Veranstaltungskalender

Mittwoch
17. Sep. 2025 20.30 Uhr
IPB Berlin
Peter Wuzella

Mamas Hamas – über das Fremde im Anderen
Intersubjektivität, chronisches Enactment und andere Grundtatsachen psychoanalytischen Arbeitens

Rund um eine Fallbeschreibung versammelt der Autor seine Gedanken um sich der Frage zu nähern, wie genau, beim psychoanalytischen Arbeiten, etwas in den Anderen kommt. Erzählungen und Figuren aus seiner hochpersönlichen Erfahrungswelt, sein Aufwachsen an der österreichisch jugoslawischen Grenze, sein toter Großvater oder der Unfalltod Jörg Haiders, verknüpft der Autor mit Vorgängen in seiner Praxis, insbesondere wenn die genannten Figuren während einer Sitzung in der Reverie des Analytikers auftauchen.

Peter Wuzella ist klinischer Psychologe, Psychoanalytiker und niedergelassen in freier Praxis in Wien. Ausgebildet am Wiener Arbeitskreis für Psychoanalyse (IPV) ist er dort seit 2016 Lehranalytiker und aktuell Vorsitzender der Ausbildungskommission (Director of Training).
Neben seiner Lehrtätigkeit hält er regelmäßig Vorträge, z.B. im Rahmen der Sigmund Freud Vorlesungen in Wien, zuletzt in Basel (DipsaT 2024).

Moderation
Bettina Ganse

Art der Veranstaltung
Vortrag und Diskussion

Anmeldung:

nicht erforderlich

Zertifizierung beantragt. Kostenfrei.

Ort:
Helgoländer Ufer 5,
10557 Berlin Tiergarten

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Mittwoch
21. Mai 2025 20.30 Uhr
IPB Berlin
Carolin Schnackenberg

Ein eingehegtes Wagnis – Die Dating-App Tinder und das Sprechen darüber im Rahmen einer Interviewstudie

Der Übergang vom vorgestellten Kontakt zur realen Begegnung – von der Wunschfantasie zur Realität – wird im Kontext dieser Dating App in spezifischer Weise vermittelt und reguliert. Dabei kommt sowohl den Eigenschaften des Mediums eine Bedeutung zu, als auch den kollektiv geteilten Fantasien, die sich an dieses anheften. An diese Überlegungen anknüpfend, möchte ich im Rahmen meines Vortrags einen Einblick in den Forschungsprozess geben, indem ich einzelne Sequenzen aus verschiedenen Interviews darstelle. Dabei versuche ich auch nachzuzeichnen, inwiefern gerade das Sprechen über Sexualität im Rahmen dieser zumeist vielfältigen Ab- und Umlenkungen folgt und sich so als kleine Unmöglichkeit erweist.

Moderation
Edna Baumblatt-Hermanns

Art der Veranstaltung
Vortrag

Vortrag im Rahmen der Öffentlichen Vorträge am IPB Berlin
Nähere Informationen auf der Website des Institutes unter „Öffentliche Vorträge“

Zertifizierung beantragt. Kostenfrei.

Ort:
Zoomveranstaltung
Teilnahme nach Anmeldung

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Mittwoch
19. März 2025 20.30 Uhr
IPB Berlin
Prof. Dr. Vera King

Erwachsenwerden in der Krise

Wie verändern sich Adoleszenz und Erwachsenwerden in Krisenzeiten? Wie stellt sich das Konzept des ‚Emerging Adulthood‘ aus adoleszenztheoretischer und zeitdiagnostischer Sicht dar, welche Rolle spielen Generationendynamiken und Generativität? Konzeptionelle und zeitdiagnostische Überlegungen werden mit Beispielen aus der Forschung zu Wandlungen des Erwachsenwerdens in digitalen Welten veranschaulicht.

Moderation
Vera Rüster

Art der Veranstaltung
Vortrag

Vortrag im Rahmen der Öffentlichen Vorträge am IPB Berlin
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Zertifizierung beantragt. Kostenfrei.

Ort:
Zoomveranstaltung
Teilnahme nach Anmeldung

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Mittwoch
19. Feb. 2025 20.30 Uhr
IPB Berlin
Dr. Sebastian Thrul

Identitäre Zeiten und die Zumutungen der Psychoanalyse

In meinem Vortrag will ich zunächst der Frage nachgehen, wie der aktuelle Auftrieb diagnosengestützter Identitäten politisch und klinisch verstanden werden könnte. Vielleicht kann über dieses Ringen um Verständnis bereits ein Gespräch jenseits von Polarisierungen entstehen.
Vorbild für diesen Prozess wäre die Psychoanalyse als Behandlungsmethode, die zwar eine Zumutung für identitäre Sehnsüchte darstellt, gleichzeitig jedoch einen geschützten Raum und eine stabile Beziehung zur Verfügung stellt, in der ebensolche Zumutungen ausgehalten und bearbeitet werden können. Abschlie-lßend wird zu fragen sein, ob sich von diesem Vorbild Rahmenbedingungen für das Gelingen gesellschaftlicher Aushandlungsprozesse ableiten lassen.

Moderation
Vera Rüster

Art der Veranstaltung
Vortrag mit Diskussion

Vortrag im Rahmen der Öffentlichen Vorträge am IPB Berlin
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Mittwoch
13. Nov. 2024 20.30 Uhr
IPB Berlin
Paola F. Acquarone

Wie Essig in Öl: ein Versuch, über psychische Schwebezustände nachzudenken

Durch die Medien erreichen uns potentiell unbegrenzte Informationen über das, was in unserer nahen und fernen Umgebung geschieht. Doch im Behandlungsraum scheint die zunehmend beunruhigende Außenwelt zu verschwinden. Ich möchte eine innere Verfassung beschreiben, die ich als eine Art „Suspension“ erlebe: Anhand von klinischen Vignetten werden Zustände von fehlender psychischer Realität bei Patient:innen vorgestellt, die den Kontakt mit dem „Nicht-Ich“ kaum tolerieren. Sie befinden sich in einem schwebenden, instabilen und zugleich unberührbaren Zustand, in dem die Präsenz und die Abwesenheit der Objekte und deren Beschaffenheit durch das aktive Eintauchen in bezugslose Welten (Auswanderung, Clubbing, Substanzen) abgewehrt wird. Ein dreidimensionaler „potential space“ (Winnicott), in dem eigene und fremde Realität miteinander kommunizieren, fehlt. Kann die Psychoanalyse eine „Brücke über den Abgrund“ (M. Milner) bauen?

Moderation
Vera Rüster

Art der Veranstaltung
Vortrag mit Diskussion

Vortrag im Rahmen der Öffentlichen Vorträge am IPB Berlin
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Mittwoch
19. Juni 2024 20.30 Uhr
IPB Berlin
Dr. med. Johannes Döser

„Auf zum Merkur!“: 
K.I. als Transformer und Zerstäuber des Unbewussten.  Psychoanalytische Untersuchung eines futuristischen Abwehrvorgangs der Melancholie unserer Gegenwart.

Grundlage dieser Untersuchung ist Freuds Arbeit über den Umgang mit der Vergänglichkeit angesichts der Schmerzflucht vor dem Verlust bzw. der Abwehr schwer erträglicher Ängste vor Tod und Zerstörung. 
Das Präfix „Trans“ ist im Vokabular unserer Gegenwart alltäglich geworden. Begriffe wie „Transsexualität“ und „Transhumanismus“ sind Gegenstände der öffentlichen Meinungsmache und Aufregung. Das psychoanalytische Vokabular kommt ohne den Begriff der „Transformation“ nicht mehr aus.
Dieser Vortrag vertieft meine frühere Untersuchung zum „Golem-Komplex“ als technischem Sublimierungsunfall, indem er der Frage nachgeht, in welcher Weise die rasante Weiterentwicklung der künstlichen Intelligenz am Beispiel von ChatGPT die unbewusste Angst vor dem analogen Leben und seinem Eros gleichzeitig intensiviert wie ideologisch verkapselt.
 
Moderation
Edna Baumblatt-Hermanns

Art der Veranstaltung
Vortrag mit Diskussion

Vortrag im Rahmen der Öffentlichen Vorträge am IPB Berlin.
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Mittwoch
20. März 2024 20.30 Uhr
IPB Berlin
Dr. med. Alf Gerlach

Der Verlust der Intimität – Social Scoring im autoritären Staat, Self Disclosure im Internet

Zum Handwerkszeug des Psychoanalytikers gehört das Angebot eines geschützten Raumes, in dem auch das Intime des Patienten, das wir als schützenswertes Eigenes verstehen können, zu Gehör kommen kann. Das geschieht in oft ungewohnter und für Patienten wie Analytiker überraschender Weise, wenn Abkömmlinge des Unbewussten ins Sprechen und Handeln drängen. Der notwendige Schutz wird dabei durch den äußeren Rahmen, aber auch durch die abstinente Haltung des Analytikers garantiert. Deshalb verträgt die analytische Situation keine Einmischung eines äußeren Dritten, und es erfordert Anstrengung beider Beteiligter, auch die Zensur des „inneren Dritten“ in Schach zu halten.
Neue digitale Möglichkeiten können diesen Raum verändern. Das „Social Scoring“ autoritärer Staaten droht den Raum des Intimen bei jedem Einzelnen einzuengen, erlaubt den kontrollierenden Zugriff auf Aspekte des Fühlens, Denkens und Handelns der Subjekte. Zugleich wirken neue soziale Medien als geheime Verführer, Aspekte des eigenen Selbst zu enthüllen, sich auf den neuen Bühnen der virtuellen Realität zu zeigen. Diese Entwicklungen können auch den Bereich des „Intimen“ verändern und Wirkungen bis in den analytischen Raum zeigen.

Moderation
Vera Rüster

Art der Veranstaltung
Vortrag mit Diskussion

Vortrag im Rahmen der Öffentlichen Vorträge am IPB Berlin.
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Mittwoch
14. Feb. 2024 20.30 Uhr
IPB Berlin
Julia Degenhardt

#BorderlineRecovery: Überlegungen zum medial inszenierten Genesungswunsch auf Instagram 

Der Vortrag beschäftigt sich mit psychisch erkrankten Instagram-Usern und deren konflikthaften Wünschen und Ängsten. Vielfach wird in der digitalen Sphäre Heilung von psychischen Leiden gesucht. Auf sogenannten Recovery-Accounts werden die persönlichen Krankheitsgeschichten multimedial anhand von Texten, Fotos und Videos inszeniert. Es soll sich auf die Spur der unbewussten Bedeutungs- und Bedürfnisdimensionen dieser digitalen Inszenierung von Leidensgeschichten und Heilungswünschen begeben werden. Ein besonderer Fokus liegt darauf, wie die spezifischen digitalen Funktionen mit psychischen Funktionen korrespondieren, diese womöglich prothesenartig restituieren oder gar degenerieren. Es werden Ergebnisse aus der tiefenhermeneutischen Interpretation dreier themenzentrierter Forschungsinterviews mit Recovery-Account-Betreiberinnen vorgestellt, die abschließend gemeinsam diskutiert werden können. 

Moderation
Vera Rüster

Art der Veranstaltung
Vortrag mit Diskussion

Vortrag im Rahmen der Öffentlichen Vorträge am IPB Berlin.
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Mittwoch
17. Jan. 2024 20.30 Uhr
IPB Berlin
Dr. Sebastian Leikert

Wie kann man Vorsprachliches zur Sprache bringen? – Die somatische Narration als Methodik für das Durcharbeiten und Symbolisieren des Körpergedächtnis

Psychoanalytische Forschung bezieht sich immer stärker auf Symptome, die als namenlose Ängste, unrepräsentierte Zustände oder als autistische Barrieren beschrieben werden. Es setzt sich die Überzeugung durch, dass neurotische Patienten nur einen Teil unserer Patienten ausmachen und dass wir neue Konzepte und Arbeitsweisen brauchen, um mit schwer gestörten Patienten, bei denen wesentliche Teile des unbewussten Materials nicht symbolisiert sind, konstruktiv arbeiten zu können. 
Ich gehe davon aus, dass Entwicklungstraumata hier eine prominente Rolle spielen und dass das Trauma nicht allein die symbolischen Verarbeitungsstrategien zerstört, sondern vor allem das Körperselbst desorganisiert. Es ist daher sinnvoll zwischen dem symbolischen Unbewussten (neurotische Konflikte) und dem körperlichen unbewussten (traumatische Beschädigungen) zu unterscheiden. 
Mit einem Video des Still-Face-Experiments von Tronick wird erläutert, wie sich durch den Zusammenbruch des Affektdialogs zwischen Mutter und Säugling ein Trauma bildet. Das Konzept des verkapselten Körperengramms beschreibt den Aufbau und die Abwehrmechanismen des körperlichen Unbewussten. 
Vor allem aber wird gezeigt, mit welcher therapeutischen Arbeitsweise das körperliche Unbewusste im analytischen Setting einbezogen werden kann. Es geht darum, den Traumaspuren, die sich im Körper eingeschrieben haben, eine Stimme zu verleihen. Die Patientin oder der Patient wird eingeladen, Körpergefühle zu beschreiben. Auf diese Weise wird die oft katastrophale Weise erkundet, wie Traumatisierte in ihrem Körper wohnen. Im Erkunden der dysfunktionalen Spannungsmuster gelingt zugleich ein Durcharbeiten und eine Transformation des zuvor Abgespaltenen. Ein klinisches Beispiel erläutert die Arbeitsweise.

Moderation
Vera Rüster

Art der Veranstaltung
Vortrag mit Diskussion

Vortrag im Rahmen der Öffentlichen Vorträge am IPB Berlin
. Nähere Informationen auf der Website des Institutes unter „Öffentliche Vorträge“
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Zoomveranstaltung
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Mittwoch
21. Juni 2023 20.30 Uhr
IPB - Institut für Psychoanalyse Psychotherapie und Psychosomatik Berlin e.V.
Ewa Kobylinska-Dehe

Leiblichkeit und träumerisches Sprechen

Der Vortrag behandelt drei Themenkomplexe: Als erstes wie aus dem biologisch gegebenen Körper das leibliche Selbst entsteht, zweitens wie es zur Störung dieses Prozesses kommen kann und drittens wie mithilfe des träumerischen Sprechens in der klinischen Situation die Patienten ihren Körper wieder „verleiblichen“ können, indem sie im Sinne von Ogden zu träumen beginnen. Diese Prozesse werde ich an klinischen Beispielen aufzeigen.

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Ort der Veranstaltung:
IPB
Helgoländer Ufer 5
10557 Berlin

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Mittwoch
15. März 2023 20.30 Uhr
IPB - Institut für Psychoanalyse Psychotherapie und Psychosomatik Berlin e.V.
Ulrich Schultz-Venrath

Mind the Gap – Mentalisieren des Körpers

In den letzten Jahren wurde sowohl von Psychoanalytikern als auch von Vertretern des Mentalisierungsmodells dem Körper aus verschiedensten Gründen zunehmend größere Aufmerksamkeit zuteil, nachdem Freud und die Psychoanalyse das „Grenzgebiet der Physiologie“ als Rückschritt in ein medizinisches Denken ansah. Mit der Intensivierung des Interesses am Präverbalen, am „noch nicht“ des Worts und der Sprache wurde zunehmend deutlich, dass die somato-psychische Basisorganisation den Zusammenhalt des Subjekts ermöglicht und dass es kein nicht-körperliches Selbst gibt. An klinischen Beispielen wird die Einführung des Körper-Modus („body mode“) als frühester prä- oder non-mentalistischer Modus zur Affektregulation erläutert. Aufgrund der Auseinandersetzung mit der kognitiven „Theory of Mind“ in den 90er Jahren war der Körper im Mentalisierungsmodell noch nicht in den Blick geraten. Die Integration dieses Modus geht mit einer Veränderung der Behandlungstechnik einher, um Patienten mit Störungen auf dieser Ebene mentalisierungsfördernd besser zu erreichen.

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Ort der Veranstaltung:
IPB
Helgoländer Ufer 5
10557 Berlin

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Mittwoch
15. Feb. 2023 20.30 Uhr
IPB - Institut für Psychoanalyse Psychotherapie und Psychosomatik Berlin e.V.
Uta Karacaoğlan

Abstand, Körper und Psychose

Anhand von Vignetten aus Behandlungen mit Patienten, die an psychotischen Störungen leiden, wird die Frage erörtert, welche Rolle Abstand in der Beziehung zwischen Analysanden und Analytikerin spielt. Dabei kommt ausgehend von initial fusionären Übertragungsbeziehungen dem Bezug zum Körper eine besondere Bedeutung zu, da er den Ausgangspunkt darstellt, von dem aus ein erster Abstand in der Beziehung wahrgenommen und etabliert werden kann. Die Folgen für die Behandlungstechnik werden erörtert – insbesondere die Bedeutung bzw. Störungen des unbewussten Körperbildes (Pankow) untersucht und gezeigt, dass über die Wiederherstellung eines abgegrenzten Körperbildes ein erster Abstand entsteht, der das Erleben von Getrenntheit und Unterschiedlichkeit ermöglicht. Dies bildet die Voraussetzung für eine Beziehung zum lebendigen Anderen sowie für Lernen durch Erfahrung und wirkt so der Psychose entgegen.

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IPB
Helgoländer Ufer 5
10557 Berlin

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Mittwoch
18. Jan. 2023 20.30 Uhr
IPB - Institut für Psychoanalyse Psychotherapie und Psychosomatik Berlin e.V.
Timo Storck

Der psychosomatische Trieb und die leibliche Gegenübertragung: 
Leiblinien psychosomatischen Denkens in der Psychoanalyse heute

Die psychoanalytische Psychosomatik kann als eine Theorie des Denkens aufgefasst werden. In vielen Ansätzen lässt sich zeigen, wie es zu einer Unterbrechung einer leibseelischen Verbundenheit und Vermittlung kommen kann. Psychodynamisch hat das zur Folge, dass das psychische Erleben »unlebendig« wird, während der Körper zum Träger unregulierter Erregungszustände geworden ist. Im Vortrag wird erörtert, welchen Beitrag psychoanalytische Ansätze in Störungslehre und Behandlungstechnik liefern, unter besonderer Berücksichtigung der Arbeit mit der leiblichen Gegenübertragung.

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Ort der Veranstaltung:
IPB
Helgoländer Ufer 5
10557 Berlin

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Freitag
30. Sep. 2022 20.30 Uhr
IPB - Institut für Psychoanalyse Psychotherapie und Psychosomatik Berlin e.V.
Joachim Küchenhoff

„Durch die Sprache und meinen Leib bin ich an andere gewöhnt“ – psychoanalytische Gedanken zur 
wortsprachlichen und zwischenleiblichen Verständigung und ihren Grenzen

Leibliches Erleben hat seinen Ursprung in der zwischenmenschlichen Beziehung und ist auf sie ausgerichtet. Der Leib oder der erlebte Körper ist – ebenso wie die Sprache – ursprünglich auf den anderen bezogen. Um den zwischenmenschlichen Bezug der Leiberfahrung zu unterstreichen, nutze ich den von dem französischen Leibphilosophen Maurice 
Merleau-Ponty geprägten Begriff der Zwischenleiblichkeit. Körperbezogene
seelische Störungen und psychosomatische Körpersymptome vereinseitigen die zwischenleibliche Dynamik, andererseits aber erlauben sie auch, etwas auszudrücken, das anders nicht sagbar wäre. In der psychoanalytischen Therapie sind wir als Therapeut*innen darauf ausgerichtet, auf das jenseits der Worte liegende Gespräch zu hören. Wie wir das tun, aber auch wo die Grenzen dieser Verständigung liegen, soll zur Diskussion gestellt werden, erst allgemein und im Rückgriff auf zeichentheoretische Konzepte, sodann vor allem mit Hilfe einer Kasuistik, die zeigen möchte, welche Bedeutungen körperbezogene Symptome transportieren. Am Ende sollen einige Schlussfolgerungen für deutende analytische Praxis abgeleitet werden.

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Ort der Veranstaltung:
IPB
Helgoländer Ufer 5
10557 Berlin

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Samstag
02. Juli 2022 22.00 Uhr
IPB - Institut für Psychoanalyse Psychotherapie und Psychosomatik Berlin e.V.
PD Dr. phil. habil. Dipl.-Psych. Ada Borkenhagen

Bildschön — Digitale Transformation des Körpers am Beispiel der Schönheitsmedizin

Ort:
International Psychoanalytic University (IPU),
Haus 3, EG Raum b-01,
Stromstraße 2 – 3,
10555 Berlin

Das Logo der langen Nacht der Wissenschaften 2022 Berlin + Potsdam
02. Juli 2022 18.00 Uhr
IPB - Institut für Psychoanalyse Psychotherapie und Psychosomatik Berlin e.V.
Dr. phil. Dipl.-Psych. Jakob Tröndle

Die Angst vor der Triage

Ort:
International Psychoanalytic University (IPU),
Haus 3, EG Raum b-04,
Stromstraße 2 – 3,
10555 Berlin

Das Logo der langen Nacht der Wissenschaften 2022 Berlin + Potsdam
Mittwoch
15. Juni 2022 20.30 Uhr
IPB - Institut für Psychoanalyse Psychotherapie und Psychosomatik Berlin e.V.
Dr. Bettina Ganse

Zur Bedeutung des Fenstermotivs als Todessymbol im Werk von Charlotte Salomon

Vorlesung / Vortrag

Das Werk der Berliner Malerin Charlotte Salomon (1917-43), mutet an wie eine psychoanalytische Fallgeschichte: sie schafft malend Bedeutungen und Symbolisierungen, die sich mit den Suiziden der Frauen in ihrer Familie befassen. Was der Suizid der Mutter für ein kleines Mädchen bedeuten mag, möchte ich beleuchten anhand ausgewählter Bilder, auf denen ein Fenster vorkommt.

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Ort der Veranstaltung:
IPB – Institut für Psychoanalyse, Psychotherapie und Psychosomatik Berlin e.V.
Helgoländer Ufer 5
10557 Berlin

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Mittwoch
16. März 2022 20.30 Uhr
IPB - Institut für Psychoanalyse Psychotherapie und Psychosomatik Berlin e.V.
Dr. med. Stefanie Rosenfeld

Laios und Iokaste – Die ältere Generation in der ödipalen Situation

Die konflikthaften Ebenen des Erlebens der Generativität im Alter werden häufig verleugnet, das Alter idealisiert. Es ist lohnenswert, die psychosexuellen Konflikte dieser Lebensphase zu betrachten und sich mit der matrilinearen und der patrilinearen Generativität zu befassen, die es zu unterscheiden gilt. Der Vortrag will dies anhand von Fall- und Literaturbeispielen verdeutlichen.

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IPB
Helgoländer Ufer 5,
10557 Berlin

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Mittwoch
16. Feb. 2022 20.30 Uhr
IPB - Institut für Psychoanalyse Psychotherapie und Psychosomatik Berlin e.V.
Prof. Dr. Karin Dannecker

„Echt hässlich!“ Über das Nicht-Schöne in Kunst, Kultur und Psyche

Hässlichkeit weckt tiefe Gefühle, die mit Angst, Ekel, Verachtung und Schuld zusammenhängen. Ihre Verbindung zum Sterblichen macht aus der Hässlichkeit ein immer gegenwärtiges menschliches Thema. Der Vortrag stellt Konzepte zur »Hässlichkeit« vor mit dem Ziel, mehr über die Domäne des Hässlichen aus künstlerischer, psychodynamischer und therapeutischer Sicht zu verstehen.

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IPB
Helgoländer Ufer 5
10557 Berlin

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Mittwoch
19. Jan. 2022 20.30 Uhr
IPB - Institut für Psychoanalyse Psychotherapie und Psychosomatik Berlin e.V.
Kristin White

Abstand-halten in der Psychoanalyse: Über die Schwierigkeit, bei Telefon- und Videoanalysen in Kontakt zu kommen

Dargestellt wird eine mögliche Entgleisung der psychoanalytischen Kommunikation, die durch Telefon- und Internetanalysen entstehen kann, welche gleichzeitig die Phantasie von Nähe und Distanz ermöglichen. In einer sicheren Entfernung voneinander können die Ängste, Schmerzen und Konflikte, die in der Intimität entstehen, abgewehrt werden. Aus dieser psychodynamischen Rückzugs-Konstellation wieder herauszufinden kann sehr schwierig sein.

Ort der Veranstaltung:
IPB
Helgoländer Ufer 5
10557 Berlin

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Mittwoch
17. Nov. 2021 20.30 Uhr
IPB - Institut für Psychoanalyse Psychotherapie und Psychosomatik Berlin e.V.
Prof. Dr. Hans-Jürgen Wirth

Die Corona-Pandemie als Zerreißprobe für Individuum und Gesellschaft. Überlegungen zur psychoanalytischen Sozialpsychologie

Die Corona-Pandemie hat existenzielle Realängste, aber auch phobische und paranoide Ängste ausgelöst, die zur Aktivierung von unbewussten Abwehrreaktionen auf individueller und kollektiver Ebene geführt haben. Zur Bewältigung der Krise bedarf es der »Fähigkeit zur Besorgnis« (Winnicott). Gleichzeitig machen sich irrationale Reaktionen, Verschwörungstheorien und neue politische Bewegungen wie die des Querdenkens breit. Krisen eröffnen jedoch auch die Chance zur Neuorientierung. Die Psychoanalyse hat die Aufgabe, diese Prozesse reflexiv und selbstreflexiv zu begleiten und so unsere Handlungsoptionen zu erweitern.

Ort der Veranstaltung:
IPB
Helgoländer Ufer 5
10557 Berlin

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Mittwoch
15. Sep. 2021 20.30 Uhr
IPB - Institut für Psychoanalyse Psychotherapie und Psychosomatik Berlin e.V.
Annette Simon

Wiederkehr oder Neugeburt? Anmerkungen zum Rechtspopulismus in Ostdeutschland

Der Vortrag wird sich mit der Frage befassen, warum es im Osten Deutschlands gehäuft zu rechts-populistischen Demonstrationen und rechtsradikalen Übergriffen sowie ähnlich gelagertem Wahlverhalten kommt. Dabei wird auf die existenziellen Veränderungen eingegangen, denen die Ost-deutschen durch die „Wende“ ausgesetzt waren. Wichtige Konflikte zwischen ihnen konnten im schnellen Vereinigungsprozess nicht ausgetragen werden. Es wird auf die psychischen Prägungen durch die DDR eingegangen und die Hypothese aufgestellt, dass einige alte Gefühle aus der DDR-Zeit wie Angst, Fremdheit und Misstrauen gegen über staatlichen Strukturen erst nachträglich aufsteigen.

Ort der Veranstaltung:
IPB
Helgoländer Ufer 5
10557 Berlin

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