Veranstaltungskalender

Sonntag
23. Nov. 2025 11.00 Uhr
BIPP
Eran Rolnik

Politische Zäsur und die Freiheit des Denkens der Analytiker

Öffentliche Vorträge am BIPP im Rahmen der Vortragsreihe »Psychoanalyse… in guter Gesellschaft?!«

Die Psychoanalyse hat sich traditionell auf das Zusammenspiel von Macht zwischen mentalen Strukturen und den Trieben, Fantasien und Forderungen des Geistes konzentriert und dabei die Befreiung von der Tyrannei des Über-Ichs gefördert. Allerdings hat die Disziplin oft die Auswirkungen politischer und sozialer Bedingungen auf die Fähigkeit des Analytikers, seine klinische und gesellschaftliche Rolle auszuüben, vernachlässigt.
Dieser Vortrag untersucht, wie viel politische Realität die Psychoanalyse ertragen kann, ausgehend von Freuds berühmten Rat an Ferenczi: »Ziehen Sie Ihre Libido vom Vaterlande ab und bringen sie in der Psychoanalyse unter.« Der Autor reflektiert über politische Ereignisse in Israel und analysiert die Schnittstellen zwischen psychoanalytischer Ethik, demokratischen Werten und der Fähigkeit zum freien Denken. Der Vortrag argumentiert, dass eine funktionierende Demokratie nicht nur für das gesellschaftliche Wohl unerlässlich ist, sondern auch für den analytischen Prozess selbst, da Angriffe auf die Demokratie Angriffe auf das Denken und die Wahrheit widerspiegeln. Die Untersuchung schließt mit der These, dass Psychoanalyse und demokratische Prinzipien voneinander abhängige Projekte sind, die gegenseitige Unterstützung und Verteidigung erfordern.

Moderation:
Anna-Lena Solty


Art der Veranstaltung:
Öffentlicher Vortrag

Anmeldung:
nicht erforderlich

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Zertifizierung beantragt. Kostenfrei.

Ort:

Pariser Str. 44, 10707 Berlin Wilmersdorf

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Sonntag
02. Nov. 2025 11.00 Uhr
BIPP
Wilhelm Brüggen

Der Untergang des Ödipuskomplexes, der Gabentausch und die Geldwirtschaft. Psychoanalytische Anmerkungen zur Mythologisierung der Politik

Öffentliche Vorträge am BIPP im Rahmen der Vortragsreihe »Psychoanalyse… in guter Gesellschaft?!«

Der Vortrag beschreibt, wie die Verdrängung der ödipalen Einstellungen zu einem neuen Bindungsmodus führt, der dem von M. Mauss beschriebenen Gabentausch entspricht.
Wird er durch geldvermittelte Tauschpraktiken ersetzt, kommt es zu einer Trennung von Sache und Person. Die Objekte verlieren ihre intersubjektive Bedeutung. Die sozialen Funktionen des Gabentausches werden vom Lohnarbeitsverhältnis übernommen.
All dies führt zu der Hypothese, dass die gegenwärtigen politischen Verwerfungen auf eine Marginalisierung der Lohnarbeit zurückgehen, die ein gesellschaftlich-kulturelles Niemandsland erzeugt.

Moderation:
Peter Treu

Art der Veranstaltung:
Öffentlicher Vortrag

Anmeldung:
nicht erforderlich

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Zertifizierung beantragt. Kostenfrei.

Ort:

Pariser Str. 44, 10707 Berlin Wilmersdorf

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Freitag
24. Okt. 2025 20.15 Uhr
BIPP
Christine Kirchhoff

Subjektivität in der Krise: Antisemitismus und Rassismus und der Klimawandel

Öffentliche Vorträge am BIPP im Rahmen der Vortragsreihe »Psychoanalyse… in guter Gesellschaft?!«

Bis vor wenigen Jahren noch verleugnet, bagatellisiert und relativiert ist die Bedrohung durch den menschengemachten Klimawandel öffentlich präsent, allerdings in einer weitgehend affektbefreiten Form. Nach dem 7.10.2023 ist ein beispielsloser globaler Anstieg von Antisemitismus festzustellen; Rassismus als Grundlage politischer Mobilisierung reicht weit bis in die sogenannte bürgerliche Mitte. Der Vortrag fragt nach der Bedeutung von Antisemitismus und Rassismus als affektive Krisenbewältigung. Die Klimakrise wird als Dauerkrise im Hintergrund begriffen, Antisemitismus und Rassismus als Versuche, Angst und Abhängigkeit abzuwehren.

Moderation:
Erik Schlobinski

Art der Veranstaltung:
Öffentlicher Vortrag

Anmeldung:
nicht erforderlich

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Zertifizierung beantragt. Kostenfrei.

Ort:

Pariser Str. 44, 10707 Berlin Wilmersdorf

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Freitag
10. Okt. 2025 20.15 Uhr
Berliner Institut für Psychotherapie und Psychoanalyse (BIPP e.V.)
Markus Fäh

Revoir l’Œdipe – Subversive psychoanalytische Praxis in Zeiten des postmodernen anti-ödipalen Konformismus

Wie kann die Psychoanalyse heute noch ein subversives Projekt sein – in einer Zeit, in der Anpassung, Effizienz und Selbstoptimierung das Subjekt dominieren? Was bleibt von ihrer ursprünglichen Aufgabe, das Unbewusste freizulegen und damit sowohl das Individuum als auch die Gesellschaft zu erschüttern? Wir spüren, dass unsere Disziplin in der Gefahr steht, ihre kritische Schärfe zu verlieren. Die These wird zur Diskussion gestellt, dass gerade in Zeiten anti-ödipaler Auflösungstendenzen – mit ihrer Verleugnung von Schuld, Trieb und Konflikt – eine Rückbesinnung auf die Wirk- und Sprengkraft ödipalen Denkens notwendig ist.
Was bedeutet es, den Ödipus nicht zu verabschieden, sondern ihn neu zu sehen – Revoir l’Œdipe? Und wie kann diese Perspektive helfen, die Psychoanalyse wieder zu dem zu machen, was sie im besten Fall war und ist: ein Ort der inneren Freiheit, ein Laboratorium des Widerstands, eine Schule des Begehrens? Der Autor skizziert Ansätze einer subversiven klinischen und gesellschaftlichen psychoanalytischen Praxis in heutigen lethargischen Zeiten.

Moderation:
Kai Rugenstein

Art der Veranstaltung:
Öffentlicher Vortrag

Anmeldung:
nicht erforderlich

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Eine Veranstaltung der DPG-AG am BIPP


Ort:

Pariser Str. 44, 10707 Berlin Wilmersdorf

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Freitag
12. Sep. 2025 20.15 Uhr
BIPP
Nasim Ghaffari

Rückkehr zur unterbrochenen Wahrheit: Kultur, Trauma und Widerstand im Iran

Öffentliche Vorträge am BIPP im Rahmen der Vortragsreihe »Psychoanalyse… in guter Gesellschaft?!«

Durch psychoanalytische Perspektiven, in historischer Einbettung und mithilfe zeitgenössischer Bilder und Videos aus dem Iran wird gezeigt, wie sich Staatsgewalt nicht nur gegen Individuen, sondern auch gegen symbolische Ordnung und historische Kontinuität richtet. Der kollektive Widerstand, zugespitzt seit der Bewegung »Frau, Leben, Freiheit«, wird als Rückkehr zu einer durch Gewalt unterbrochenen kulturellen Wahrheit aufgezeigt. Sichtbar wird, wie das kulturelle Erbe – etwa weibliche Autonomie – unter der totalitären Herrschaft des islamistischen Regimes bewahrt und weitergetragen wurde.

Moderation:
Amira Laws


Art der Veranstaltung:
Öffentlicher Vortrag

Anmeldung:
nicht erforderlich

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Ort:

Pariser Str. 44, 10707 Berlin Wilmersdorf

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Sonntag
06. Juli 2025 11.00 Uhr
BIPP
Kristin White

Psychoanalyse und Migration: Der „Narzissmus der kleinen Unterschiede“ in der globalisierten Welt und die Unfähigkeit, zu trauern

Narzisstische Spaltungs-, Projektions- und Verleugnungsprozesse werden häufig in Zusammenhang mit der Migration aktiv, sowohl beim einzelnen Menschen mit Migrationserfahrungen wie auch auf gesellschaftlicher Ebene. In beiden Fällen spielen abgewehrte Scham- und Schuldgefühle eine entscheidende Rolle. Anhand eines Fallbeispiels zeige ich, wie die psychoanalytische Arbeit mit Trauer und Verlust zu einer besseren inneren und äußeren Integration führen kann. Es folgen einige Überlegungen zur aktuellen Bedeutung des „Narzissmus der kleinen Unterschiede“ auf gesellschaftlicher Ebene.

Moderation:
Flipo Seilern

Art der Veranstaltung:
Öffentlicher Vortrag

Anmeldung:
nicht erforderlich

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Ort:

Pariser Str. 44, 10707 Berlin Wilmersdorf

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Sonntag
15. Juni 2025 11.00 Uhr
BIPP
Christine Bauriedl-Schmidt

Über die Scham, menschlich zu sein und die Herausforderung gelingender 
Generativität

Ein Bestimmungsstück der durch kapitalistische Markt- und Machtmechanismen getriebenen westlichen Moderne ist die Hoffnung, dass zukünftig alles besser wird. Der Imperativ der Optimierung bringt Scham hervor, die als Leitaffekt im Spiel der Generationen gelten kann. Als Denkbarriere kann Scham Groll, Zorn, Neid, als Lösungskatalysator kann sie Schuld-, Trauer- und Verzeihensprozesse befördern. Vor dem Hintergrund multipler Krisen und in einer immer älter werdenden Gesellschaft kann sie das Einfallstor für selbstreflexive Prozesse, Anerkennung von Endlichkeit und Übernahme generativer Verantwortung sein.Moderation:
Katrin Münch

Art der Veranstaltung:
Öffentlicher Vortrag

Anmeldung:
nicht erforderlich

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Ort:

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Freitag
23. Mai 2025 20.15 Uhr
BIPP
Renate Sannwald

Transition – Was beschäftigt unsere jungen Erwachsenen

Ausgehend von den Untersuchungen Jeffrey Jensen Arnetts über die »Emerging Adulthood« werden Untersuchungen in Bezug auf das junge Erwachsenenalter vorgestellt, die auf die Vielgestaltigkeit dieser Lebensphase hinweisen. Es besteht ein erhöhtes Krankheitsrisiko für psychische Erkrankungen, so dass junge Erwachsene in den nächsten Jahrzehnten in noch größerer Zahl in den psychotherapeutischen Praxen zu erwarten sind. Psychodynamische Überlegungen machen deutlich, dass die Besonderheiten des jungen Erwachsenenalters eine Umstellung im behandlungstechnischen Vorgehen erfordern.

Moderation:
Thomas Huckert

Art der Veranstaltung:
Öffentlicher Vortrag

Anmeldung:
nicht erforderlich
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Zertifizierung beantragt. Kostenfrei.

Ort:

Pariser Str. 44, 10707 Berlin Wilmersdorf

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Freitag
25. Apr. 2025 20.15 Uhr
BIPP
Gerald Abl

Zur Psychoanalyse des politischen Klimawandels

Seit einiger Zeit verringern sich in weiten Teilen der Welt die Bindungen an bisher etablierte Parteien, können sich rechtspopulistische Ideologien mit erstaunlicher Leichtigkeit verbreiten und setzt sich zunehmend eine grundlegend rückwärtsgewandte Umstellung der politischen Landschaften durch. Damit drängt sich unweigerlich die Frage auf, was dagegen zu machen ist. Eine angemessene Antwort darauf erfordert ein umfassendes Verständnis dieser Entwicklung, wozu die Psychoanalyse in besonderer Weise ihr Potential erweisen kann, was in dieser Veranstaltung veranschaulicht werden soll.

Moderation:
Christina Lisperoglou

Art der Veranstaltung:
Öffentlicher Vortrag

Anmeldung:
nicht erforderlich
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Zertifizierung beantragt. Kostenfrei.

Ort:

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Samstag
29. März 2025 20.15 Uhr
BIPP
Esther Hutfless

Gesellschaftliche Hierarchien und das Unbewusste Psychoanalytisches Arbeiten mit Diversität, Intersektionalität und sozialer Ungleichheit

Menschen, die in Psychotherapien Unterstützung suchen, bringen nicht nur eine individuelle, konflikthafte Familien- oder Traumageschichte mit, sondern auch eine individuelle und konflikthafte Geschichte, die auf sozialen Hierarchien und Erfahrungen mit Klasse, Sexismus, Homo- und Transphobie, Rassismus, Ableismus und/oder Antisemitismus beruht. Im Vortrag werde ich der intersektionalen Wirkung von gesellschaftlichen Machtverhältnissen im Unbewussten nachgehen und mit Jean Laplanche ein Modell vorschlagen die Einschreibung gesellschaftlicher Machtverhältnisse im Unbewussten zu konzeptualisieren.

Moderation:
Maria Hummel

Art der Veranstaltung:
Öffentlicher Vortrag

Anmeldung:
nicht erforderlich
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Zertifizierung beantragt. Kostenfrei.

Ort:
Pariser Str. 44, 10707 Berlin Wilmersdorf

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Samstag
01. Feb. 2025 10.00 Uhr
BIPP
Dana Amir

Gender in Movement: The Emergent Versus the Continuous

Dealing with the question of gender binary versus gender multiplicity, the lecture will discuss an »Emergent« component of gender that exists in parallel with a »Continuous« component and entertains variable relations with it. It is suggested that alongside a continuous gender identity and gender identification, there exists a component characterized by its nonlinear, changing, varying gender experience, based on incessant movement between the gender poles, and on the subject’s taking different positions in and between them. This experience does not come to take over or inherit the continuous component of gender identity but joins it by way of constituting an additional dimension, which exists in parallel to it throughout every subject’s life. These ideas are illustrated through a detailed analytic case.

Moderation:
Bernd Heimerl

Art der Veranstaltung:
Vortrag mit Diskussion
Die Veranstaltung findet hybrid statt. Dana Amir wird online zugeschaltet. Vortrag in englischer Sprache.
Eine Veranstaltung der AG Gender und Psychoanalyse der DPG, DPG-Institut am BIPP und DPG AG am BIPP

Ort:
BIPP
Pariser Str. 44,
10707 Berlin-Wilmersdorf

Zertifizierung beantragt.

Anmeldung:
Anmeldung mit dem Hinweis »Dana Amir« über Bernd Heimerl erbeten (drbernd.heimerl@t-online.de)
Anmeldung per E-Mail >

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Freitag
31. Jan. 2025 20.15 Uhr
BIPP
Julius Griesenberg

Wer hat Angst vor »Orlando«?
Eine szenische Lesung zu Virginia Woolfs Orlando – Eine Biographie (1928)

Die DPG-AG am BIPP lädt im Rahmen ihres Jahresprogramms 2023 zum Thema GENDER–SEXUALITÄT–DIVERSITÄT diesem öffentlichen Vortrag ein.
Der Roman Orlando von Virginia Woolf erschien vor fast 100 Jahren. Geschildert wird das Leben Orlandos, der zu Beginn des Buches ein junger Adliger ist. Nach diversen Reisen fällt Orlando eines Tages in einen sieben Tage dauernden Schlaf, um dann als Frau wiederzuerwachen. Als weibliche Orlando kehrt sie nach England zurück und am 11. Oktober 1928, an dem der Roman endet, 36 Jahre alt ist. Der Roman Woolfs war ihrer Geliebten Victoria Sackville-West gewidmet. Woolf schreibt in einem Brief an Vita Sackville-West vom 20.09.1927: »Es [Orlando. A biography] könnte ein sehr amüsantes Buch werden […]« und »außerdem, […], überfiel mich plötzlich der Gedanke, wie ich die Gattung Biographie in einer Nacht revolutionieren könnte«.
Moderation: Bernd Heimerl
Zertifizierung beantragt, kostenfrei.
Eine Veranstaltung der AG Theater, Literatur & Psychoanalyse (BIPP), AG Gender und Psychoanalyse der DPG

Art der Veranstaltung:
Vortrag

Ort:
BIPP
Pariser Str. 44,
10707 Berlin-Wilmersdorf

Zertifizierung beantragt. Kostenfrei.
Anmeldung über Telefonnummer oder E-Mail-Adresse ist nicht erforderlich.

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Freitag
24. Jan. 2025 20.15 Uhr
BIPP - Berliner Institut für Psychotherapie und Psychoanalyse
Dr. phil. Birgit zur Nieden & Dr. phil. Dipl-Psych. Christiane Bakhit

Was ist Rassismus? Psychoanalyse und Gesellschaftswissenschaft im Gespräch

Wir leben in einer Migrationsgesellschaft. So evident sie ist, erscheint diese Gewissheit dennoch immer wieder infrage gestellt, ja negiert, wie wir im aktuellen Erstarken rechter und reaktionärer Strömungen sehen. Wo aber der Schutz vor Gewalt und Diskriminierung nicht garantiert, ein Bleiberecht nicht gegeben und gleiche Rechte nicht Praxis sind, drohen Retraumatisierungen und steht unsere alltägliche Arbeit vor schwierigen Herausforderungen.
Wir wollen vor diesem Hintergrund zunächst einen Raum öffnen, darüber nachzudenken, ob wir in unseren psychotherapeutischen Behandlungen ausreichend sensibilisiert sind, um strukturelle Formen einer rassistischen Ausgrenzung zu erkennen, anzuerkennen und im Kontakt mit uns selbst, sowie mit unseren Patient*innen ausreichend interessiert durchzuarbeiten.
Wie können wir als psychoanalytische Community darüber hinaus einen gesellschaftlichen Beitrag leisten, nicht nur Dynamiken des „Othering“, der Ausgrenzung und Fremdmachung besser zu verstehen, sondern auch Diskriminierung, Ausgrenzung oder Simplifizierungen im gesellschaftlichen Diskurs aktiv entgegenzuarbeiten, von denen eine Vielzahl unserer Patient*innen und von uns Behandler*innen immer wieder selbst konkret betroffen sind?

Moderation:
Mag. Mia Neuhaus, M.A.

Ort:
BIPP
Pariser Str. 44,
10707 Berlin-Wilmersdorf

Zertifizierung beantragt. Kostenfrei.
Eine Veranstaltung des Netzwerk Transkulturelle Psychotherapie

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Freitag
22. Nov. 2024 20.15 Uhr
BIPP - Berliner Institut für Psychotherapie und Psychoanalyse
Prof. Dr. phil. Dipl.-Psych. Helga Krüger-Kirn

Mutterschaft trifft Mütterlichkeit: geschlechterkritische Zwischenrufe Welche Konsequenzen hat ein geschlechterunabhängiges Denken von Mütterlichkeit für psychoanalytische Entwicklungs- und Subjekttheorien

Mutterschaft und Mütterlichkeit werden alltagssprachlich und auch im wissenschaftlichen Diskurs bis heute eng mit Weiblichkeit verbunden. Dabei stellen tradierte patriarchale Sichtweisen über Weiblichkeit und Mutterschaft nicht nur für die Gesellschaft, sondern auch die psychoanalytischen Geschlechtertheorien eine schwere Hypothek dar.
In dem Vortrag zu Mutterschaft und Mütterlichkeit geht es ganz im Sinne Freuds darum, Konzepte der Normativität in Bezug auf Mutterschaft und Mütterlichkeit in den Blick zu nehmen und unter Berücksichtigung unbewusster Wirkfaktoren zu untersuchen. Dann beeindrucken soziokulturelle Geschlechterbilder, die – ganz im Sinne des Konstruktivismus in die Geschlechtsorgane eingeschrieben – als natürlich gelten. Ein zukunftsweisender Paradigmenwechsel des Konzepts einer geschlechterunabhängigen Mütterlichkeit stellt die in die psychoanalytische Theorie der Geschlechterdifferenz eingeschriebene Hierarchie der Geschlechter ebenso zur Debatte wie die De-Potenzierung des weiblichen Körpers und die damit verbundene soziale Ungleichheit.

Moderation:
Dipl.-Psych. Anna Brenner

Art der Veranstaltung:
Vortrag

Ort:
BIPP
Pariser Str. 44,
10707 Berlin-Wilmersdorf

Zertifizierung beantragt. Kostenfrei.

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Freitag
15. Nov. 2024 20.15 Uhr
BIPP - Berliner Institut für Psychotherapie und Psychoanalyse
PD Dr. phil. Dominic Angeloch

Schmerz Denken

Was Schmerz ist, weiß jeder aus eigener Erfahrung. Aber wie ist das mit fremdem Schmerz? Den Zahnschmerz oder die Migräne eines anderen Menschen zu empfinden, ist unmöglich – können wir dennoch etwas über den Schmerz der anderen wissen, oder bleibt Schmerz immer subjektiv? Das Problem Schmerz stellt sich auch Sigmund Freud: Seit seinem „Entwurf einer Psychologie“ von 1895 fragt er, wie Schmerz wahrgenommen und verarbeitet wird: Wo ist der Schmerz in der Psyche zu verorten, wo entsprechend in einer Theorie des psychischen Apparats? Auf diese Fragen stößt er über die Entwicklung seines Gesamtwerks in den verschiedensten Zusammenhängen, und immer wieder stellen sie sich quer zur Theorie und zwingen ihn zu Korrekturen und Revisionen. Die Psychoanalyse nach Freud hat diese Probleme seither immer wieder aus verschiedenen Perspektiven in den Blick genommen und verschiedene Ansätze entwickelt – sie zu lösen aber ist ihr bis heute nicht gelungen. Der Vortrag spürt diesen Zusammenhängen nach, indem er einige Erklärungsversuche nachzeichnet und diskutiert. Dabei zeigt sich, dass Schmerz meist als ein Phänomen unter anderen, ihm jeweils vorgängigen Phänomenen begriffen wird. Was aber, wenn im Schmerz das für die Ausbildung des Denkens und des psychischen Apparates ursprünglichste und wesentlichste Phänomen zu sehen wäre? Was also, wenn der Schmerz so etwas wie der Urgrund des Denkens wäre, der sich dem Denken genau deswegen zugleich entzieht?

Moderation:
Dr. phil. Dipl.-Psych. Kai Rugenstein

Art der Veranstaltung:
Vortrag

Ort:
BIPP
Pariser Str. 44,
10707 Berlin-Wilmersdorf

Zertifizierung beantragt. Kostenfrei.
Eine Veranstaltung der DPG-AG am BIPP

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Freitag
11. Okt. 2024 20.15 Uhr
BIPP - Berliner Institut für Psychotherapie und Psychoanalyse
Dr. rer. nat. Dipl.-Psych. Thomas Huckert

Das Böse – Psychoanalyse menschlicher Destruktivität

Der sonntägliche Tatort, True-Crime-Podcasts, Serienmörder-Serien… Wir sind fasziniert von Mord, Grausamkeit, menschlichen Abgründen. Weil wir sie alle in uns tragen, unter unserer „dünnen Kruste der Zivilisation“?
Ob Destruktivität Teil der menschlichen Natur ist oder durch pathogene Einflüsse verursacht, ist eine menschliche Grundfrage – mit erschütternder Aktualität. Der Vortrag behandelt diese Frage aus verschiedenen psychoanalytischen Perspektiven und betrachtet psychologische Experimente wie das Stanford-Prison-Experiment und historische Ereignisse wie den Abu-Ghraib-Folterskandal.

Moderation:
Dipl.-Psych. Marion Sehling Neesen

Art der Veranstaltung:
Vortrag

Ort:
BIPP
Pariser Str. 44,
10707 Berlin-Wilmersdorf

Zertifizierung beantragt. Kostenfrei.

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Freitag
27. Sep. 2024 19.00 Uhr
BIPP - Berliner Institut für Psychotherapie und Psychoanalyse
Costantino Ciervo

Mimmo Lucano „Gewohnt anzuschieben – nicht abzuschieben“ (2022/23) Filmvorführung und Diskussion

Der Film ist ein politischer und persönlicher Beitrag zum Thema Migration und Asyl, in dessen Mittelpunkt Mimmo Lucano, Bürgermeister der italienischen Gemeinde Riace, steht. Ab 2015 erfuhr Riace internationale Aufmerksamt, da sich die von ihm praktizierte Politik als Blaupause für ein effektives System zur Integration von Geflüchteten und Migrant:innen erwies. Im Jahr 2017 erhob die italienische Justiz Anklage gegen Mimmo Lucano aufgrund einer Reihe angeblich schwerwiegender Vergehen im Zusammenhang mit Amtshandlungen in dem Projekt seiner Gemeinde, was wiederum kritische Gegenwehr hervorrief. Costantiono Ciervo rahmt in seinem Film, in einem Wechselspiel von Landschaftsaufnahmen, Dialogen, poetischen Texten und Musik, jene Geschichte und den Kontrast zwischen den gedachten und praktizierten Modellen menschlichen Zusammenlebens: Dabei spiegelt sich das Spannungsverhältnis zwischen einer selektiven, von Verteidigung, Abgrenzung, ethnischer Reinheit und wirtschaftlicher Funktionalität interessierten Kultur und einer Kultur, die sich bemüht zeigt eine solidarische, ökologisch und humanitär nachhaltige Gesellschaft neu zu denken und zu gestalten, wider.

Moderation:
Dipl.-Psych. André Laubmann

Art der Veranstaltung:
Filmvorführung und Diskussion

Ort:
BIPP
Pariser Str. 44,
10707 Berlin-Wilmersdorf

Zertifizierung beantragt. Kostenfrei.

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Freitag
06. Sep. 2024 20.15 Uhr
BIPP
Dr. phil. Rüdiger Eschmann

Was haben Rechtspopulisten gegen Klimaschutz?

Das Rückfahren von Maßnahmen zum Klimaschutz gehört in vielen Ländern zum Markenkern des erstarkenden Rechtspopulismus. Zu erklären ist das auch, aber nicht alleine mit sozialen und ökonomischen Interessenkonflikten, denn das Ausmaß der damit drohenden Zerstörung deutet auf etwas zutiefst Irrationales hin. Einen tieferen Einblick in diese Politik eröffnen uns psychoanalytische Hypothesen, denn nicht nur der Klimawandel, sondern auch dessen Leugnung oder Verharmlosung sind menschengemacht.

Moderation:
Dr. rer. nat. Dr. med. Christopher Rommel

Art der Veranstaltung:
Vortrag

Ort:
BIPP
Pariser Str. 44,
10707 Berlin-Wilmersdorf

Zertifizierung beantragt. Kostenfrei.

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Sonntag
28. Apr. 2024 11.00 Uhr
Berliner Psychoanalytisches Institut
Karl-Abraham-Institut e.V.
Bernd Nissen

31. Karl-Abraham-Vorlesung:
Zur Behandlung namenloser Zustände. Theoretische, klinische und technische Überlegungen.

Der psychoanalytische Diskurs hat sich zunehmend dem Verständnis von seelischen Zuständen zugewandt, die jenseits der Symbolisierbarkeit liegen. Vor dem Hintergrund dieser Debatten fasst Bernd Nissen die Vielfalt solcher Zustände unter dem Begriff des Namenlosen zusammen. Im Vortrag skizziert er grundlagentheoretische Überlegungen zur Entstehung namenloser Zustände. Nach seiner These kann das Psychische nur in Beziehungen entstehen, die sinnlich gegründet und verwoben sind. Demnach kommt das Subjekt mit einer Ausrichtung auf ein Gegenüber zur Welt, braucht aber gleichermaßen die Versinnlichung. Wenn das Zusammenspiel beider Tendenzen zusammenbricht, können namenlose Zustände eine Folge sein. Darüber hinaus können Störungen in diesen Prozessen nicht nur zum Ausbleiben psychischer Bildungen führen, sondern zu einem spezifischen Verkümmern sinnlichen Erlebens. Der Autor versucht, diese Phänomene klinisch darzulegen. Die hieraus sich ergebenden Konsequenzen für die psychoanalytische Behandlungstechnik sollen im Einzelnen nachgezeichnet werden. Diese Technik geht stark vom sinnlichen Erleben aus, aus dem sich objektal-haltende Strukturen entwickeln, die unter günstigen Bedingungen das Namenlose da sein lassen.

Dr. phil. Bernd Nissen studierte Psychologie und Philosophie und arbeitet in eigener psychoanalytischer Praxis in Berlin. Sein Versuch, Patienten mit schweren hypochondrischen und perversen Störungen zu verstehen, führte ihn zur Auseinandersetzung mit autistischen und autistoiden Dynamiken.

Art der Veranstaltung:
Vortrag

Datum / Uhrzeit:
28.04.24 um 11:00

Ort:
Im Hörsaal des Kaiserin-Friedrich-Hauses
Robert-Koch-Platz 7
10115 Berlin

Anmeldung über:
Keine Anmeldung nötig

Weitere Informationen:
Eintritt: 10,-€, ermäßigt 5,-€

Flyer >

 

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Freitag
12. Apr. 2024 20.15 Uhr
Eine Veranstaltung der AG Theater, Literatur & Psychoanalyse
Katharina Fial,
Peter Duhr &
Dr. rer.nat. Dipl.-Psych. Bernd Heimerl

»Ein paar Geschichten aus der Murkelei« – PuppenFilmTheater nach H. Fallada

In den »Geschichten aus der Murkelei« purzeln Echtes und Geschummeltes ganz wundersam durcheinander: so wird eine Suppenschüssel zum Mond, in dem Menschen schaukeln können. Wundersames kann mit Puppenfiguren dargestellt werden. Sie sind Übergangsobjekte, Doppelgänger:innen, Spiegel für Prozesse der Selbstwerdung, Projektionsfläche. Das Puppentheater Fingerleicht zeigt anhand Falladas Murkelei-Geschichten die Verbindung zwischen wundersamer Realität und kreativem Spiel.
Katharina Fial, Puppenspielerin und Autorin, und Peter Duhr, Filmemacher, sind ein
Künstler:innen-Team und arbeiten seit dem gemeinsamen Studium der Theaterwissenschaften regelmäßig in gemeinsamen Theaterprojekten zusammen und versuchen dabei, die Bereiche Theater und Film inhaltlich wie auch ästhetisch neu zu denken, vor allem für Kinder.

Moderation:
Dr. rer.nat. Dipl.-Psych. Bernd Heimerl

Art der Veranstaltung:
Vortrag

Ort:
BIPP
Pariser Str. 44,
10707 Berlin-Wilmersdorf

Zertifizierung beantragt. Kostenfrei.

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Sonntag
17. März 2024 11.00 Uhr
Berliner Institut für Psychotherapie und Psychoanalyse
Dr. med. Josef Ludin

Die analytische Technik im Angesicht der zeitgenössischen Technologie und Kultur

Der späte Freud bezeichnete die Psychoanalyse als eine Kulturarbeit. Zunächst war sie als ärztliche Psychotherapie, die Heilung oder Genesung als Ziel hatte, entstanden. Das Verhältnis zwischen Kultur und psychischer Realität wurde gerade in unserer Zeit neu entdeckt und hat zu Horizontverschiebungen Anlass gegeben. Die Kommunikationstechnologie spielt hierbei eine überragende Rolle. Welche Folgen ergeben sich für die analytische Technik und für die Besonderheit ihres Denkens?

Moderation: Dr. med. Wilhelm Brüggen

Art der Veranstaltung:
Vortrag

Ort:
BIPP
Pariser Str. 44,
10707 Berlin-Wilmersdorf

Zertifizierung beantragt. Kostenfrei.

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Freitag
01. Dez. 2023 20.15 Uhr
BIPP-Berliner Institut für Psychotherapie und Psychoanalyse e.V.
Elfriede Löchel

Gender? Sexualität? Diversität?
Ein Mann um die fünfzig »zwischen Alibi und Niemandsland«

Die DPG-AG am BIPP lädt im Rahmen ihres Jahresprogramms 2023 zum Thema GENDER–SEXUALITÄT–DIVERSITÄT diesem öffentlichen Vortrag ein.
Der Vortrag besteht aus einer ausführlichen Falldarstellung einer länger zurückliegenden Behandlung. Ausgehend von depressiver Symptomatik entfalten sich im Verlauf der Behandlung nach und nach – zunächst in Form schwer erträglicher Gegenübertragungsgefühle – sexuelle, Gender- und Identitätskonflikte, die schließlich auf eine fundamentale Störung der primären Objektbeziehungen und des Seins des Patienten verweisen. Kann diese Fallgeschichte, in der sich eine höchst individuelle Bedeutung der Kategorien „männlich“ und „weiblich“ zeigt, etwas zu einer psychoanalytischen Perspektive auf die aktuellen politischen Diskurse um Gender, Sexualität, Diversität beitragen?

Art der Veranstaltung:
Vortrag

Datum / Uhrzeit:
Freitag, 01. Dezember 2023 um 20.15

Ort:
BIPP
Pariser Str. 44,
10707 Berlin-Wilmersdorf

Anmeldung über Telefonnummer, E-Mail-Adresse: nicht erforderlich

Weitere Informationen (z.B. Link zu Texten oder Medien im auf den Institutswebsiten):
https://bipp-berlin.de/veranstaltungen/monat:Dec-2023#monthNav

Zertifizierung beantragt. Kostenfrei.

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Donnerstag
06. Juli 2023 20.15 Uhr
BIPP-Berliner Institut für Psychotherapie und Psychoanalyse e.V.
Vorstand und Geschäftsführung

Informationsveranstaltung zur Aus- und Weiterbildung für Ärzt:innen und Psycholog:innen

Am Donnerstag, den 6. Juli 2023 um 20:15 Uhr lädt das BIPP zu einer Informationsveranstaltung ein, in der sich Ärzt:innen und Psycholog:innen zu den Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten an unserem Institut informieren können.
Der Vorstand und die Geschäftsführung stellen Ihnen das BIPP vor und beantworten gerne Ihre Fragen.

Art der Veranstaltung:
Vortrag mit Diskussion

Datum / Uhrzeit:
Donnerstag, 06. Juli 2023 um 20.15

Ort:
BIPP
Pariser Str. 44,
10707 Berlin-Wilmersdorf

Anmeldung über Telefonnummer, E-Mail-Adresse: nicht erforderlich

Weitere Informationen (z.B. Link zu Texten oder Medien im auf den Institutswebsiten):
https://bipp-berlin.de/veranstaltungen/monat:Jul-2023#monthNav

Zertifizierung beantragt. Kostenfrei.

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Freitag
30. Juni 2023 20.15 Uhr
BIPP
Rüdiger Eschmann und Dorothee Schöne

Was hilft Kunst in der Not? Lukas Cranachs „Maria Hilf“ (1537) und Picassos „Guernica“ (1937)

Als Klimaktivist:innen vor Kunstwerken die Schutzscheiben beschmutzten, wurde
offenkundig, welch hohen Symbolwert Kunst haben kann. Wirksam ist nicht das
Schöne an sich, sondern Werke, welche die Not der Menschen aufgreifen und
„Hässlichkeit in Schönheit transformieren“ (Hanna Segal). Dann wird Kunst wichtig in
gesellschaftlichen Krisen und seelischer Not. Auf unterschiedliche Notsituationen
antworten auf unterschiedliche Weise: Lukas Cranachs „Maria Hilf“ (1537) und
Picassos „Guernica“ (1937).

Art der Veranstaltung: Vortrag

Anmeldung: nicht erforderlich
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Zertifizierung beantragt. Kostenfrei.
Ort: Pariser Str. 44, 10707 Berlin Wilmersdorf

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Freitag
23. Juni 2023 20.15 Uhr
BIPP
Veronika Gessler und Bernd Heimerl

Die Sprech-Stunde: Un-(Bekannte) psychodynamische Methode?

Überlegungen zur psychotherapeutischen Sprechstunde – im Sinne der Schnittstelle zwischen Beratung, Aufklärung und Psychotherapie – haben eine lange Tradition in der psychoanalytischen Behandlungstechnik. Fragen nach den Schwierigkeiten und Herausforderungen bei der Vermittlung von Patient:innen nach der Sprechstunde und inwiefern psychodynamische Methoden hierbei modifiziert werden müssen treten auf:
Sowohl die Geschichte der Sprechstunde als auch Ergebnisse der in der Vermittlungsstelle des BIPP durchgeführten qualitativen Studie von Frau Gessler sollen zur Diskussion gestellt werden.

Moderation: Bernd Heimerl

Art der Veranstaltung: Vortrag mit Diskussion
Ort: Pariser Str. 44, 10707 Berlin Wilmersdorf

Zertifizierung beantragt. Kostenfrei.

Anmeldung: nicht erforderlich

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Sonntag
04. Juni 2023 11.00 Uhr
BIPP
Jörg Frommer

Generationenspezifische Identitätsmerkmale im Prozess deutscher Traumabewältigung

Der Vortrag thematisiert die Bewältigung transgenerationaler kollektiver
traumatischer Erfahrungen in Deutschland, sowohl in den spezifischen
Ausprägungen in Abhängigkeit von den politischen Systemen in Ost und West als
auch in Abhängigkeit von der Generation. Dabei wird er auf die Generation
fokussieren, der auch Persönlichkeiten wie Merkel und Steinmeier angehören.

Moderation: Renate Sannwald

Art der Veranstaltung: Vortrag
Ort: Pariser Str. 44, 10707 Berlin Wilmersdorf

Zertifizierung beantragt. Kostenfrei.

Anmeldung: nicht erforderlich

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Freitag
17. Feb. 2023 20.15 Uhr
BIPP - Berliner Institut für Psychotherapie und Psychoanalyse
Bernd Heimerl

Theater, Theater, der Vorhang geht auf! Theatrale Praktiken und Psychoanalyse

Die Theatralisierung der Wissenschaft begann im 19.Jhd. populär zu werden. Das Theaterereignis – ins Theater gehen, den Theaterraum besetzen, die Aufführung und das Theater verlassen – hat einige Ähnlichkeiten mit der psychoanalytischen Situation und der Praxis der Falldarstellung. Das (Sprech-) Theater mit den theatralen und die Psychoanalyse mit den psychoanalytischen Praktiken haben eine nicht nur formale sondern auch inhaltliche enge Verbindung: Architektur und Struktur der Bühne, Inszenierung des Privattheaters und die Aufführungskunst.

Teilnahmebedingungen:
Die Veranstaltung ist in Präsenz und unter der 2G-Regelung geplant. Um den wechselnden Anforderungen der Pandemie Rechnung zu tragen, informieren Sie sich bitte aktuell auf www.bipp-berlin.de über die gegenwärtigen Regelungen und Veranstaltungsmodalitäten.

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Ort der Veranstaltung:
BIPP
Pariser Straße 44
10707 Berlin-Wilmersdorf

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Freitag
27. Jan. 2023 20.15 Uhr
BIPP - Berliner Institut für Psychotherapie und Psychoanalyse
Mathias Hirsch

Bach als Psychotherapeut? – Zur Analogie eines bestimmten Kantatentyps Johann Sebastian Bachs zum therapeutischen Prozess

Es ist die Idee des französischen Kulturphilosophen René Girard, dass die in der Gemeinschaft enthaltene Aggression durch eine Kultur des Opferns kanalisiert werden muss. Der Altar der christlichen Kirche ist der Rest des alten Opfertischs, hier wird des Sohnesopfers Christi gedacht, mit dem der Gläubige sich nun identifiziert und sich die durch Christus für alle auf sich genommene Sühne durch das Abendmahl symbolisch einverleibt – die Erlösung vom Menschsein scheint möglich. „Es war ein weiterer Fortschritt in der Kulturentwicklung, als der Opferstein durch die Bühne ersetzt wurde. Dort agieren Schauspieler, die dieselben Themen und Motive zur Darstellung bringen mit dem gleichen Zweck, die Gemeinde der Zuschauer von ihren Leidenschaften zu reinigen.“ (Quekelberghe u. Haas 2000, S. 234) In Bachs geistlichen Kantaten kommen Gottesdienst und Drama zusammen. Es werden bestimmte Kantaten untersucht auf ihre kathartische, fast therapeutische Wirkung auf den Hörer, die auf einem charakteristischen Ablauf von dramatischer Schilderung von Schuld und Leiden der Menschen und der Zuversicht auf Erlösung, wenn nicht auf Erden, dann in einem jenseitigen Sein.

Moderation: Christiane Maiss

Teilnahmebedingungen:
Die Veranstaltung ist in Präsenz und unter der 2G-Regelung geplant. Um den wechselnden
Anforderungen der Pandemie Rechnung zu tragen, informieren Sie sich bitte aktuell auf www.bipp-berlin.de über die gegenwärtigen Regelungen und Veranstaltungsmodalitäten.

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Ort der Veranstaltung:
BIPP
Pariser Straße 44
10707 Berlin-Wilmersdorf

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Freitag
11. Nov. 2022 20.15 Uhr
BIPP - Berliner Institut für Psychotherapie und Psychoanalyse
Peter Theiss-Abendroth

Eine kleine Geschichte der traumatischen Psychose: die ersten 75 Jahre von 1889-1964

Die Annahme, seelische Erschütterungen von traumatischer Qualität könnten kausal zur Entstehung psychotischer Störungen beitragen, findet im gegenwärtigen Diskurs wieder verstärkte Beachtung und empirische Bestätigung. Dabei begann diese Diskussion bereits im ausgehenden 19. Jahrhundert bei Sigmund Freud und Hermann Oppenheim und wurde vor allem in der Psychoanalyse lebendig gehalten. Der Vortrag berichtet von den wichtigsten Stationen dieses Diskurses im ersten Dreivierteljahrhundert seines Bestehens vor allem im deutschsprachigen Raum. Dabei wird es immer wieder um theoretische Konzepte, Berührungs- und Verfehlungspunkte zwischen Psychoanalyse und Psychopathologie sowie die handfesten politischen Auswirkungen dieser nur vermeintlich abstrakten Auseinandersetzung gehen. Den Endpunkt bildet das gemeinsame Ringen psychoanalytisch und anthropologisch orientierter Psychiater um die Anerkennung der Auswirkungen nationalsozialistischer Verfolgung.

Moderation: Rüdiger Eschmann

Teilnahmebedingungen:
Die Veranstaltung ist in Präsenz und unter der 2G-Regelung geplant. Um den wechselnden
Anforderungen der Pandemie Rechnung zu tragen, informieren Sie sich bitte aktuell auf www.bipp-berlin.de über die gegenwärtigen Regelungen und Veranstaltungsmodalitäten.

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Ort der Veranstaltung:
BIPP
Pariser Str. 44
10707 Berlin

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Donnerstag
25. Aug. 2022 20.15 Uhr
BIPP - Berliner Institut für Psychotherapie und Psychoanalyse

Informationsveranstaltung zur Aus- und Weiterbildung für Ärzt*innen und Psycholog*innen

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Samstag
02. Juli 2022 21.00 Uhr
IAKJP – Institut für Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie – ESTHER BICK · BIPP - Berliner Institut für Psychotherapie und Psychoanalyse
Ina Klingenberg · Cecilia Enriquez de Salamanca

Innere und äußere Welten bei Flucht und Migration

Ort:
International Psychoanalytic University (IPU),
Haus 3, EG Raum b-04,
Stromstraße 2 – 3,
10555 Berlin

Das Logo der langen Nacht der Wissenschaften 2022 Berlin + Potsdam
02. Juli 2022 21.00 Uhr
BIPP - Berliner Institut für Psychotherapie und Psychoanalyse · JIB - C. G. Jung-Institut Berlin e.V. im IfP · BPI - Berliner Psychoanalytisches Institut – Karl-Abraham-Institut · PaIB - Psychoanalytisches Institut Berlin im IfP
Dina Dolgin · Carina Immig · Anja Lehmann · Milena Chudy

Wie verrückt muss man sein … um Psychoanalytiker*in zu werden?

Ort:
International Psychoanalytic University (IPU),
Haus 3, EG Raum b-03,
Stromstraße 2 – 3,
10555 Berlin

Das Logo der langen Nacht der Wissenschaften 2022 Berlin + Potsdam
02. Juli 2022 21.00 Uhr
BIPP - Berliner Institut für Psychotherapie und Psychoanalyse
Dipl.-Psych. Joseph Parverdian

Tätowierung und Übertragung

Ort:
International Psychoanalytic University (IPU),
Haus 3, EG Raum b-01,
Stromstraße 2 – 3,
10555 Berlin

Das Logo der langen Nacht der Wissenschaften 2022 Berlin + Potsdam
02. Juli 2022 20.00 Uhr
BIPP - Berliner Institut für Psychotherapie und Psychoanalyse
Dr. Thomas Huckert

Die dunkle Seite des Selbst: Das Motiv des bösen Doppelgängers anhand des Horror-Thrillers „Us“

Ort
International Psychoanalytic University (IPU)
Haus 2, 1. OG Raum 01 a
Stromstraße 2 – 3
10555 Berlin

Das Logo der langen Nacht der Wissenschaften 2022 Berlin + Potsdam
02. Juli 2022 19.00 Uhr
BIPP - Berliner Institut für Psychotherapie und Psychoanalyse
Dr. Gerald Abl

Zur Psychoanalyse des Feierabend-Biers

Ort
International Psychoanalytic University (IPU)
Haus 2, 1. OG Raum 01 a
Stromstraße 2 – 3
10555 Berlin

Das Logo der langen Nacht der Wissenschaften 2022 Berlin + Potsdam
02. Juli 2022 19.00 Uhr
BIPP - Berliner Institut für Psychotherapie und Psychoanalyse
Dipl. Psych. Michael Janßen

Träume verstehen

Ort:
International Psychoanalytic University (IPU),
Haus 3, EG Raum b-03,
Stromstraße 2 – 3,
10555 Berlin

Das Logo der langen Nacht der Wissenschaften 2022 Berlin + Potsdam
02. Juli 2022 17.00 Uhr
BIPP - Berliner Institut für Psychotherapie und Psychoanalyse
Dr. med. Ulrich Ratzeburg

Hypothese zur intrauterinen absoluten Liebe zum Primärobjekt Mutter und die Folgerungen

Ort:
International Psychoanalytic University (IPU),
Haus 3, EG Raum b-01,
Stromstraße 2 – 3,
10555 Berlin

Das Logo der langen Nacht der Wissenschaften 2022 Berlin + Potsdam
02. Juli 2022 17.00 Uhr
BIPP - Berliner Institut für Psychotherapie und Psychoanalyse
Dr. Bernd Heimerl

„Ich bin Zeuge der Welt, die ich anschaue.“

Ort:
International Psychoanalytic University (IPU),
Haus 3, EG Raum b-04,
Stromstraße 2 – 3,
10555 Berlin

Das Logo der langen Nacht der Wissenschaften 2022 Berlin + Potsdam
Freitag
14. Jan. 2022 22.00 Uhr
BIPP - Berliner Institut für Psychotherapie und Psychoanalyse
Eva Schmid-Gloor

Eine Täter Erbschaft über zwei Generationen – von Agonie und Heilungsversuch zu Trauer und Verstehen

Im Zentrum steht eine Falldarstellung, in welcher die transgenerationelle Übermittlung über zwei Generationen von Schuld- und Schamgefühlen im Zusammenhang mit einem Holocaust Täter-Trauma untersucht wird.  Die Patientin lebte mit einer Phantasiewelt, in welcher sie mit einem Verarbeitungsversuch des übermittelten Traumas beschäftigt war. Die Bearbeitung der Übertragung erlaubte die Entflechtung von übermittelter Schuld und eigener authentischer Schuld für Triebimpulse auf verschiedenen Ebenen.
Moderation: Carola Erhard

Ort der Veranstaltung:
BIPP
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10707 Berlin

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