Veranstaltungskalender

Mittwoch
16. Sep. 2026 20.30 Uhr
IPB Berlin
Maria Johne

Vortrag und Diskussion

Neid und Ressentiment

als Begleiterscheinungen von gesellschaftlichen Transformationsprozessen in unseren psychoanalytischen Behandlungen

Im Vortrag wird den Ursachen und dem Verdrängten, die das wiedervereinigte Deutschland für viele Menschen im Osten, aber auch im Westen mit sich brachte nachgegangen. Über die Auswirkungen der Transformationszeit der 90er Jahre im Osten Deutschlands wird oft geschwiegen. Das hat bei vielen Menschen, die im Osten geboren wurden, ein Gefühl der Scham, Ostdeutsche zu sein, zurückgelassen. Um die unzähligen Wunden zu heilen, die das Ende der DDR mit dem Untergang des eigenen bisherigen Lebens mit sich gebracht hat, blieb individuell und gesellschaftlich kaum Zeit. Stattdessen haben sich Neid und Ressentiments im Lauf der letzten Jahre verstärkt, was zum Erstarken extremistischer Parteien geführt hat.  An Hand eines Fallbeispiels wird im Vortrag deutlich, wie sich diese gesellschaftlichen Entwicklungen auch in psychoanalytischen Behandlungen wiederfinden und nicht unabhängig von unserer historischen Entwicklung gesehen werden können. 

Maria Johne ist Diplompsychologin und als Psychoanalytikerin, Kinder- und Jugendlichenanalytikerin und Gruppenanalytikerin niedergelassen in eigener Praxis in Leipzig. Sie ist als Lehr- und Kontrollanalytikerin der Deutschen Psychoanalytischen Vereinigung (DPV) tätig. Von 2017-2019 war sie Vorsitzende der DPV. Seit 2021 ist sie Vorsitzende der Stiftung der DPV und seit 2024 stellv. Vorsitzende des Therese-Benedek-Institutes in Leipzig. Forschungsschwerpunkte: Psychoanalyse und Politik, sowie transgenerationale Traumatisierungen in Folge der NS-Diktatur und der kommunistischen Diktatur in der DDR

Moderation
Inge Kley

Art der Veranstaltung
Vortrag und Diskussion

Anmeldung:

nicht erforderlich

Zertifizierung beantragt. Kostenfrei.

Ort:
Helgoländer Ufer 5,
10557 Berlin Tiergarten

Weitere Infos

zu sehen ist das Logo des Institut für Psychoanalyse Psychotherapie und Psychosomatik Berlin, kurz IPB
Freitag
18. Sep. 2026 19.00 Uhr
APB
Prof. Jörg Frommer

Vortrag und Diskussion

Abwehrmechanismen bei politischer Traumatisierung

Ausgehend vom psychoanalytischen Traumadiskurs wird anknüpfend an Winnicott und Oliner als Traumafolge ein fragiler Realitätsbezug postuliert. Dieser kommt in der Inszenierung eines permanenten Überlebenskampfes zum Ausdruck, in dem omnisziente, omnipräsente und omnipotente Formen narzisstischer Abwehr eine zentrale Rolle spielen.
Der Vortrag schließt mit behandlungstechnischen Überlegungen.

Jörg Frommer, Prof. Dr., M.A.. Psychoanalytiker und Lehranalytiker (DPG, IPV) in eigener Praxis. 1996 Gründer des Lehrstuhls für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie an der Universität Magdeburg, bis 2021 Direktor der gleichnamigen Universitätsklinik. Initiator des vom Ostbeauftragten der Bundesregierung 2021-2025 finanzierten Forschungsverbunds zu den gesundheitlichen Langzeitfolgen von SED-Unrecht. Aktuelle Forschungsthemen: Psychoanalytische Praxeologie, politische Traumatisierung im Kontext deutscher Geschichte.

Fortbildungspunkte sind beantragt
Moderation
Dr. Karl-Heinz Bomberg

Art der Veranstaltung
Vortrag und Diskussion

Anmeldung:

nicht erforderlich

Zertifizierung beantragt. Kostenfrei.

Ort:
APB,
Schützenstraße 8,
10117 Berlin

Weitere Infos

Mittwoch
30. Sep. 2026 20.00 Uhr
Psychoanalytisches Institut Berlin e.V. (PaIB)
Tabea A. Tillinger, M.Sc. Psych.

Magersucht: Ringen um Wachstum in Abgrundnähe

Anorektisches Verhalten kann für die Betroffenen lebensbedrohliche Konsequenzen bis hin zum Tod haben. Vor diesem Hintergrund ist es für die psychotherapeutische Praxis von zentraler Bedeutung, das komplexe Bedingungsgefüge der Störung in seiner Vielschichtigkeit zu erfassen. Neben medizinischen Besonderheiten und Folgeerscheinungen sind dabei auch kulturelle und gesellschaftliche Einflussfaktoren sowie spezifische Übertragungs- und Gegenübertragungsdynamiken relevant. Der Vortrag eröffnet einen psychodynamischen/ psychoanalytischen Zugang zur Entstehung und Behandlung der Anorexia nervosa bei Frauen. Vorgestellt werden zentrale psychodynamische Konzepte sowie Überlegungen zu behandlungstechnischen Herausforderungen und Interventionsmöglichkeiten, die praxisnah veranschaulicht werden. 

Art der Veranstaltung:
Vortrag

Datum/Uhrzeit:
Mittwoch, 30.09.2026 um 20 Uhr

Ort:
PaIB/IfP Berlin,
Hauptstraße 19,
10827 Berlin-Schöneberg

Anmeldung über:
Anmeldung per E-Mail >

Weitere Informationen:
Weitere Infos >

Zu sehen ist das Logo des Psychoanalytisches Institut Berlin e.V.
Freitag
09. Okt. 2026 20.15 Uhr
BIPP
Delaram Habibi-Kohlen

öffentlicher Vortrag am BIPP

Online Dating in beschleunigten Zeiten – Segen und Fluch

Online-Dating ist heute die meistgewählte Option der PartnerInnensuche. Neben den erweiterten Möglichkeiten, jemanden zu finden, den man sonst nie getroffen hätte, birgt es auch Risiken der Selbstwertminderung, der Sucht und des Drucks permanenter Selbstoptimierung, um zu den begehrten Objekten zu gehören und der Multiplikation von Hass und Verachtung im Netz. Der Vortrag beleuchtet anhand von Fallvignetten diese Gefahren und bettet sie ein in den Kontext von kultureller Entwicklung und gesellschaftlich verschärfter Polarisierung.

Moderation:
Franziska Hoff

Art der Veranstaltung:
Öffentlicher Vortrag

Anmeldung:
nicht erforderlich

Weitere Infos

Zertifizierung beantragt. Kostenfrei.

Ort:

Pariser Str. 44, 10707 Berlin Wilmersdorf

Zu sehen ist das Logo des Berliner Institut für Psychotherapie und Psychoanalyse kurz BIPP
Freitag
20. Nov. 2026 20.15 Uhr
BIPP
Martin Altmeyer

öffentlicher Vortrag am BIPP

Befreiung oder Enthemmung. Zur Ambivalenz des Sozialcharakters in der digitalen Moderne

Angesichts der wechselseitigen Bezogenheit von Seelenleben und Lebenswelt wird der Versuch gemacht, mit Hilfe einer relationalen Psychoanalyse jenen soziokulturellen und psychosozialen Strukturwandel zu verstehen, der sich in den demokratischen Gesellschaften des Westens mit fortschreitender Globalisierung und Medialisierung beschleunigt. Im Zentrum steht die zeitdiagnostische These vom „entfesselten Selbst“, die auch meinem gleichnamigen Buch zugrunde liegt und einen gegenwartstypischen Sozialcharakter beschreibt, der zwischen Befreiung und Enthemmung changiert: Einerseits begrüßenswert, weil von den psychischen Zwängen früherer Charakterformationen emanzipiert, trägt er andererseits mit seiner Neigung zu selbstgerechtem und rücksichtslosem Sozialverhalten zur Entzivilisierung bei.

Moderation:
Kai Rugenstein
Art der Veranstaltung:
Öffentlicher Vortrag

Anmeldung:
nicht erforderlich

Weitere Infos

Zertifizierung beantragt. Kostenfrei.

Ort:

Pariser Str. 44, 10707 Berlin Wilmersdorf

Eine Veranstaltung der DPG-AG am BIPP

Zu sehen ist das Logo Institut für Psychotherapie und Psychoanalyse kurz BIPP in Berlin
Mittwoch
02. Dez. 2026 20.00 Uhr
Psychoanalytisches Institut Berlin e.V. (PaIB)
Anna-Luisa Sahlfeld, M.Sc. Psych.

Aufwachsen im Zeitalter permanenter Vernetzung:Neuropsychoanalytische Überlegungen zur Smartphone-Nutzung und deren Auswirkungen auf die psychische Entwicklung von Kindern und Jugendlichen

Der Vortrag untersucht, wie die Nutzung von Smartphones die psychische Entwicklung von Kindern und Jugendlichen beeinflusst aus einer neuropsychoanalytischen Perspektive. Im Zentrum steht die Frage, wie digitale Medien emotionale Bedürfnisse, Bindungsprozesse und Selbstregulation verändern. Smartphones fungieren dabei nicht nur als technische Geräte, sondern als psychodynamisch wirksame Objekte, die affektive Spannungen reduzieren, Beziehungen scheinbar ersetzen und Entwicklungsaufgaben unterlaufen. Die Kombination aus neurobiologischen Grundlagen (insbesondere Panksepps primären Emotionssystemen) und psychoanalytischen Konzepten zeigt, wie exzessive Smartphone-Nutzung psychische Störungen begünstigen kann, weil sie echte emotionale Erfahrungen durch digitale Ersatzbefriedigungen ersetzt.

Art der Veranstaltung:
Vortrag

Datum/Uhrzeit:
02.12.2026 20 Uhr

Ort:
PaIB/IfP Berlin,
Hauptstraße 19,
10827 Berlin-Schöneberg

Anmeldung über:
Anmeldung per E-Mail >

Weitere Informationen:
Weitere Infos >

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Freitag
11. Dez. 2026 20.15 Uhr
BIPP
Dorothee Adam-Lauterbach

öffentlicher Vortrag am BIPP

Der Blick seitwärts – klinische und psychoanalytische Aspekte der Geschwisterdynamik

Der Einfluss von Geschwistererfahrungen auf das psychische Erleben fand in der Psychoanalyse lange Zeit nur wenig Beachtung. Ausgehend von entwicklungspsychologischen und objekttheoretischen Überlegungen geht der Vortrag der Frage nach, welche psychodynamischen Konflikte aus dem gemeinsamen Aufwachsen mit Geschwistern entstehen können und welche klinischen Folgen konfliktbelastete Geschwisterbeziehungen nach sich ziehen. Der Blick seitwärts auf geschwisterliche Erfahrungen kann das Verständnis psychischer Störungen erweitern und psychotherapeutische Prozesse vertiefen.

Moderation:
Angelika Heußer
Art der Veranstaltung:
Öffentlicher Vortrag

Anmeldung:
nicht erforderlich

Weitere Infos

Zertifizierung beantragt. Kostenfrei.

Ort:

Pariser Str. 44, 10707 Berlin Wilmersdorf

Zu sehen ist das Logo Institut für Psychotherapie und Psychoanalyse kurz BIPP in Berlin
Freitag
22. Jan. 2027 20.15 Uhr
BIPP
Sebastian Thrul

Öffentlicher Vortrag am BIPP

Psychoanalyse als Bisexualisierungsprozess – auf der Couch und hinter der Couch

In meinem Vortrag werde ich das Freudsche Junktim von „Heilen und Forschen“ in der Analyse der Geschlechtlichkeit beschreiben. Anhand der Übertragungs-Gegenübertragungsdynamik einer hochfrequenten psychoanalytischen Behandlung werde ich die Erforschung des geschlechtlichen und sexuellen Erlebens beider Partner des analytischen Paares als verunsichernde Herausforderung und als Entwicklungsmotor eines Prozesses darstellen, der mit dem Begriff der Bisexualisierung auf den Punkt gebracht werden soll. “
Moderation:
Martin Helfer
Art der Veranstaltung:
Öffentlicher Vortrag

Anmeldung:
nicht erforderlich

Weitere Infos

Zertifizierung beantragt. Kostenfrei.

Ort:

Pariser Str. 44, 10707 Berlin Wilmersdorf

Mittwoch
24. Feb. 2027 14.30 Uhr
Berliner Institut für Gruppenanalyse e. V.

Fortbildungsveranstaltung

Gruppenanalytische Selbsterfahrungstage des BIG

24. –– 27. Februar 2027

Gruppenselbsterfahrung als Wachstumschance und Weiterbildung

 

Idee
Wir wollen mit den Gruppenanalytischen Selbsterfahrungstagen die Möglichkeit schaffen, kreatives Potenzial der Gruppenanalyse im Berliner Institut für Gruppenanalyse (BIG) kennenzulernen. Psychotherapeut*innen, Ausbildungskandidat*innen und Studierende, die sich für Gruppenselbsterfahrung interessieren und sich einen ersten Eindruck verschaffen wollen, »wie Gruppe geht«, sind herzlich willkommen. Gerne begrüßen wir in unseren offenen Gruppen auch praxiserfahrene Gruppenleiter*innen und Gruppenanalytiker*innen, die neugierig sind, sich im Setting von Kleingruppe, Großgruppe und Social Dreaming selbst zu begegnen und in Kontakt mit Kolleginnen und Kollegen zu kommen. Diejenigen, die gerade Theorieseminare besuchen oder bereits in der Praxisphase ihrer Gruppenweiterbildung sind, können ebenfalls an den offenen Gruppen teilnehmen.

Für alle Mitglieder von Selbsterfahrungsgruppen unseres Instituts (GSE)
ist die Teilnahme an den jährlichen Selbsterfahrungstagen des BIG verbindlicher Bestandteil der Weiterbildung.

Es ist unser Ziel, das BIG als Raum für persönliche Begegnung in der gruppenanalytischen Gruppe wie auch im persönlichen Kontakt jenseits der Gruppensitzungen erfahrbar werden zu lassen. Wir möchten den Austausch fördern zwischen allen, die gemeinsam das Berliner Institut für Gruppenanalyse bilden, und diejenigen dazu einladen, die sich interessieren und womöglich zukünftig dazugehören.

Vorgehensweise
Wir arbeiten im Klein- und Großgruppensetting in der Tradition der Gruppenanalyse nach S.H. Foulkes und mit der von der Gruppenanalyse adaptierten Methode Social Dreaming. Die Kleingruppen treffen sich von Mittwoch bis Samstag sechsmal, dazu kommen vier Großgruppen und drei Social-Dreaming-Sitzungen.

Zeitlicher Ablauf


Mittwoch, 24. Februar 2027

14.30 – 15.00 Uhr Begrüßung
15.00 – 16.30 Uhr Großgruppe
17.00 – 18.30 Uhr Kleingruppe

Donnerstag, 25. Februar 2027

09.00 – 10.30 Uhr Social Dreaming
11.00 – 12.30 Uhr Kleingruppe
14.00 – 15.30 Uhr Kleingruppe
16.00 – 17.30 Uhr Großgruppe

Freitag, 26. Februar 2027

09.00 – 10.30 Uhr Social Dreaming
11.00 – 12.30 Uhr Kleingruppe
14.00 – 15.30 Uhr Kleingruppe
16.00 – 17.30 Uhr Großgruppe
anschließend FEIER-Abend

Samstag, 27. Februar 2027

09.00 – 10.30 Uhr Social Dreaming
11.00 – 12.30 Uhr Kleingruppe
13.15 – 14.45 Uhr Großgruppe
14.45 – 15.00 Uhr Verabschiedung


Leitungsteam
Dipl.-Psych. Kathrin Albert / Dr. med. Stephan Alder / Dr. med. Klaus Augustin / Dipl.-Psych. Beate Cohrs / Dipl.-Psych. Phillip Denzin / Dr. med. Hanna Göhler / Dr. med. Frank Horzetzky / Dr. rer. nat. Kurt Husemann / Dipl.-Psych. Harald Küster / Dr. phil. Dipl.-Psych. Daina Langner / Dipl.-Psych. Anne Mauritz / Dr. phil. Thomas Munder / Dr. med. Robert Ohlrich / Dipl.-Med. Mariola Pawlowska-Kocela / Dipl.-Psych. Nina Scherg / Dipl.-Psych. Markus Schirpke / Dipl.-Päd. Franziska Schöpfer / Annette Schulz / Ulrike Schwarz / Katrin Stumptner / Dr. phil. Dipl.-Psych. Aleš Vapenka / Dr. med. Frank Zölß-Pöhm

 

 

Teilnahmekosten 

Für aktive Weiterbildungsteilnehmer*innen des BIG:
725 € 

Für alle anderen:
795 € bei Zahlungseingang bis zum 12.12.2026 (Frühbuchungspreis) 

895 € bei Zahlungseingang ab 13.12.2026  

Die Teilnahmegebühr beinhaltet Mineralwasser, Kaffee, Tee in den Pausen und einen Imbiss am Samstagmittag. Am Freitagabend wird ein Raum zum Feiern gestellt. 

Stornierungsfristen: 

Bis 30.12.2026Rückerstattung (abzüglich Bearbeitungsgebühr 25 Euro) 

Ab 31.12.2026 Rückerstattung von 50 % des Betrages 

Ab 26.01.2027 Keine Rückerstattung mehr möglich 

Anmeldung 

im Sekretariat des BIG, Nicole Reimer 
Vorherige Anmeldung über das Sekretariat erforderlich.

Anmeldung per E-Mail
Anmeldungen sind ab sofort möglich, bitte Mail an: sekretariat@gruppenanalyse-berlin.de

Per Post:
Sekretariat BIG
Rudolfstraße 14
10245 Berlin

Informationen per Telefon:
Anruf +49 30 9700 2456

Veranstaltungsort
Berliner Institut für Gruppenanalyse e. V.
Rudolfstraße 14
10245 Berlin
(Nähe Bahnhof Warschauer Straße)

Die Veranstaltung ist bei der Psychotherapeutenkammer zur Zertifizierung beantragt.

Flyer

Weitere Infos >

Zu sehen ist as Logo beziehungsweise die Grafik des Berliner Institut für Gruppenanalyse (BIG)
Samstag
27. Feb. 2027 09.00 Uhr
Berliner Institut für Gruppenanalyse e. V.

Fortbildungsveranstaltung 2027 · Tag 3

Gruppenanalytische Selbsterfahrungstage des BIG

24. –– 27. Februar 2027

Gruppenselbsterfahrung als Wachstumschance und Weiterbildung

 

Idee
Wir wollen mit den Gruppenanalytischen Selbsterfahrungstagen die Möglichkeit schaffen, kreatives Potenzial der Gruppenanalyse im Berliner Institut für Gruppenanalyse (BIG) kennenzulernen. Psychotherapeut*innen, Ausbildungskandidat*innen und Studierende, die sich für Gruppenselbsterfahrung interessieren und sich einen ersten Eindruck verschaffen wollen, »wie Gruppe geht«, sind herzlich willkommen. Gerne begrüßen wir in unseren offenen Gruppen auch praxiserfahrene Gruppenleiter*innen und Gruppenanalytiker*innen, die neugierig sind, sich im Setting von Kleingruppe, Großgruppe und Social Dreaming selbst zu begegnen und in Kontakt mit Kolleginnen und Kollegen zu kommen. Diejenigen, die gerade Theorieseminare besuchen oder bereits in der Praxisphase ihrer Gruppenweiterbildung sind, können ebenfalls an den offenen Gruppen teilnehmen.

Für alle Mitglieder von Selbsterfahrungsgruppen unseres Instituts (GSE)
ist die Teilnahme an den jährlichen Selbsterfahrungstagen des BIG verbindlicher Bestandteil der Weiterbildung.

Es ist unser Ziel, das BIG als Raum für persönliche Begegnung in der gruppenanalytischen Gruppe wie auch im persönlichen Kontakt jenseits der Gruppensitzungen erfahrbar werden zu lassen. Wir möchten den Austausch fördern zwischen allen, die gemeinsam das Berliner Institut für Gruppenanalyse bilden, und diejenigen dazu einladen, die sich interessieren und womöglich zukünftig dazugehören.

Vorgehensweise
Wir arbeiten im Klein- und Großgruppensetting in der Tradition der Gruppenanalyse nach S.H. Foulkes und mit der von der Gruppenanalyse adaptierten Methode Social Dreaming. Die Kleingruppen treffen sich von Mittwoch bis Samstag sechsmal, dazu kommen vier Großgruppen und drei Social-Dreaming-Sitzungen.

Zeitlicher Ablauf


Mittwoch, 24. Februar 2027

14.30 – 15.00 Uhr Begrüßung
15.00 – 16.30 Uhr Großgruppe
17.00 – 18.30 Uhr Kleingruppe

Donnerstag, 25. Februar 2027

09.00 – 10.30 Uhr Social Dreaming
11.00 – 12.30 Uhr Kleingruppe
14.00 – 15.30 Uhr Kleingruppe
16.00 – 17.30 Uhr Großgruppe

Freitag, 26. Februar 2027

09.00 – 10.30 Uhr Social Dreaming
11.00 – 12.30 Uhr Kleingruppe
14.00 – 15.30 Uhr Kleingruppe
16.00 – 17.30 Uhr Großgruppe
anschließend FEIER-Abend

Samstag, 27. Februar 2027

09.00 – 10.30 Uhr Social Dreaming
11.00 – 12.30 Uhr Kleingruppe
13.15 – 14.45 Uhr Großgruppe
14.45 – 15.00 Uhr Verabschiedung


Leitungsteam
Dipl.-Psych. Kathrin Albert / Dr. med. Stephan Alder / Dr. med. Klaus Augustin / Dipl.-Psych. Beate Cohrs / Dipl.-Psych. Phillip Denzin / Dr. med. Hanna Göhler / Dr. med. Frank Horzetzky / Dr. rer. nat. Kurt Husemann / Dipl.-Psych. Harald Küster / Dr. phil. Dipl.-Psych. Daina Langner / Dipl.-Psych. Anne Mauritz / Dr. phil. Thomas Munder / Dr. med. Robert Ohlrich / Dipl.-Med. Mariola Pawlowska-Kocela / Dipl.-Psych. Nina Scherg / Dipl.-Psych. Markus Schirpke / Dipl.-Päd. Franziska Schöpfer / Annette Schulz / Ulrike Schwarz / Katrin Stumptner / Dr. phil. Dipl.-Psych. Aleš Vapenka / Dr. med. Frank Zölß-Pöhm

 

 

Teilnahmekosten 

Für aktive Weiterbildungsteilnehmer*innen des BIG:
725 € 

Für alle anderen:
795 € bei Zahlungseingang bis zum 12.12.2026 (Frühbuchungspreis) 

895 € bei Zahlungseingang ab 13.12.2026  

Die Teilnahmegebühr beinhaltet Mineralwasser, Kaffee, Tee in den Pausen und einen Imbiss am Samstagmittag. Am Freitagabend wird ein Raum zum Feiern gestellt. 

Stornierungsfristen: 

Bis 30.12.2026Rückerstattung (abzüglich Bearbeitungsgebühr 25 Euro) 

Ab 31.12.2026 Rückerstattung von 50 % des Betrages 

Ab 26.01.2027 Keine Rückerstattung mehr möglich 

Anmeldung 

im Sekretariat des BIG, Nicole Reimer 
Vorherige Anmeldung über das Sekretariat erforderlich.

Anmeldung per E-Mail
Anmeldungen sind ab sofort möglich, bitte Mail an: sekretariat@gruppenanalyse-berlin.de

Per Post:
Sekretariat BIG
Rudolfstraße 14
10245 Berlin

Informationen per Telefon:
Anruf +49 30 9700 2456

Veranstaltungsort
Berliner Institut für Gruppenanalyse e. V.
Rudolfstraße 14
10245 Berlin
(Nähe Bahnhof Warschauer Straße)

Die Veranstaltung ist bei der Psychotherapeutenkammer zur Zertifizierung beantragt.

Flyer

Weitere Infos >

Zu sehen ist as Logo beziehungsweise die Grafik des Berliner Institut für Gruppenanalyse (BIG)
Mittwoch
17. März 2027 20.30 Uhr
IPB Berlin
Vera Rüster

Vortrag und Diskussion

William Kentridge:

Ein Südafrikanischer Künstler „in der Verteidigung der weniger guten Idee“

Der im Südafrika der Apartheid aufgewachsene Künstler William Kentridge sieht die Widersprüche der ihn umgebenden Welt Südafrikas „immer als die Position, aus der heraus meine Kunst entsteht. Eine Art tief im Prozess verankertes Bewusstsein meiner Selbst“. Kunst hat für ihn „eine wichtige polemische und politische Funktion, indem sie die Ungewissheit verteidigt, indem sie alle Formen von Gewissheit in Frage stellt, sei es in autoritärer Politik oder als Gewissheit eines Wissens“. In meinem Vortrag werde ich Einblicke in sein Werk geben, beispielsweise seine Adaption von Büchners Woyceck, die er in einem südafrikanischen Bergbaugebiet ansiedelt, und außerdem Gedanken aus seiner 2017 gehaltenen Sigmund Freud Vorlesung vorstellen, in der er unter dem Titel „In der Verteidigung der weniger guten Idee“ das Atelier des Künstlers mit dem „Raum der Psychoanalyse“ vergleicht – beides Räume, in die vielfältiges zunächst Ungeformtes und Unverbundenes einströmt und dort eine neue Form findet. Räume, in denen Verbindungen geschaffen und Bedeutungen generiert werden. Dabei geht es auch um das Nachdenken über die Idee, dass in diesen Räumen, dem Atelier und dem Raum der Psychoanalyse, das scheinbar „weniger Gute“ und „Wichtige“ eine zentrale Rolle als Katalysator für den künstlerischen bzw. psychoanalytischen Prozess spielt.

Vera Rüster, Psychologische Psychotherapeutin, Psychoanalytikerin (DPG, IPV, DGPT), niedergelassen in freier Praxis in Berlin. Dozentin, Supervisorin und Lehranalytikerin am IPB Berlin. Ausbildung zur Kunsttherapeutin an der New York University. 2009 bis 2018 Mitglied des Übersetzerbeirates der „Internationalen Psychoanalyse“ (Übersetzungsband des „International Journals of Psychoanalysis“, der jährlich im Psychosozial Verlag erscheint). Interessensschwerpunkte: präverbale Welterfahrung und psychoanalytische Ansätze zum Verständnis von Kunst und ästhetischem Empfinden.

Moderation
Bettina Ganse
Art der Veranstaltung
Vortrag und Diskussion
Anmeldung:

nicht erforderlich

Zertifizierung beantragt. Kostenfrei.

Ort:
Helgoländer Ufer 5,
10557 Berlin Tiergarten

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