Angesichts der wechselseitigen Bezogenheit von Seelenleben und Lebenswelt wird der Versuch gemacht, mit Hilfe einer relationalen Psychoanalyse jenen soziokulturellen und psychosozialen Strukturwandel zu verstehen, der sich in den demokratischen Gesellschaften des Westens mit fortschreitender Globalisierung und Medialisierung beschleunigt. Im Zentrum steht die zeitdiagnostische These vom „entfesselten Selbst“, die auch meinem gleichnamigen Buch zugrunde liegt und einen gegenwartstypischen Sozialcharakter beschreibt, der zwischen Befreiung und Enthemmung changiert: Einerseits begrüßenswert, weil von den psychischen Zwängen früherer Charakterformationen emanzipiert, trägt er andererseits mit seiner Neigung zu selbstgerechtem und rücksichtslosem Sozialverhalten zur Entzivilisierung bei.
Moderation:
Kai Rugenstein
Art der Veranstaltung:
Öffentlicher Vortrag
Anmeldung:
nicht erforderlich
Zertifizierung beantragt. Kostenfrei.
Ort:
Pariser Str. 44, 10707 Berlin Wilmersdorf
Eine Veranstaltung der DPG-AG am BIPP
Der Vortrag untersucht, wie die Nutzung von Smartphones die psychische Entwicklung von Kindern und Jugendlichen beeinflusst — aus einer neuropsychoanalytischen Perspektive. Im Zentrum steht die Frage, wie digitale Medien emotionale Bedürfnisse, Bindungsprozesse und Selbstregulation verändern. Smartphones fungieren dabei nicht nur als technische Geräte, sondern als psychodynamisch wirksame Objekte, die affektive Spannungen reduzieren, Beziehungen scheinbar ersetzen und Entwicklungsaufgaben unterlaufen. Die Kombination aus neurobiologischen Grundlagen (insbesondere Panksepps primären Emotionssystemen) und psychoanalytischen Konzepten zeigt, wie exzessive Smartphone-Nutzung psychische Störungen begünstigen kann, weil sie echte emotionale Erfahrungen durch digitale Ersatzbefriedigungen ersetzt.
Art der Veranstaltung:
Vortrag
Datum/Uhrzeit:
02.12.2026 20 Uhr
Ort:
PaIB/IfP Berlin,
Hauptstraße 19,
10827 Berlin-Schöneberg
Anmeldung über:
Anmeldung per E-Mail >
Weitere Informationen:
Weitere Infos >
Der Einfluss von Geschwistererfahrungen auf das psychische Erleben fand in der Psychoanalyse lange Zeit nur wenig Beachtung. Ausgehend von entwicklungspsychologischen und objekttheoretischen Überlegungen geht der Vortrag der Frage nach, welche psychodynamischen Konflikte aus dem gemeinsamen Aufwachsen mit Geschwistern entstehen können und welche klinischen Folgen konfliktbelastete Geschwisterbeziehungen nach sich ziehen. Der Blick seitwärts auf geschwisterliche Erfahrungen kann das Verständnis psychischer Störungen erweitern und psychotherapeutische Prozesse vertiefen.
Moderation:
Angelika Heußer
Art der Veranstaltung:
Öffentlicher Vortrag
Anmeldung:
nicht erforderlich
Zertifizierung beantragt. Kostenfrei.
Ort:
Pariser Str. 44, 10707 Berlin Wilmersdorf
In meinem Vortrag werde ich das Freudsche Junktim von „Heilen und Forschen“ in der Analyse der Geschlechtlichkeit beschreiben. Anhand der Übertragungs-Gegenübertragungsdynamik einer hochfrequenten psychoanalytischen Behandlung werde ich die Erforschung des geschlechtlichen und sexuellen Erlebens beider Partner des analytischen Paares als verunsichernde Herausforderung und als Entwicklungsmotor eines Prozesses darstellen, der mit dem Begriff der Bisexualisierung auf den Punkt gebracht werden soll. “
Moderation:
Martin Helfer
Art der Veranstaltung:
Öffentlicher Vortrag
Anmeldung:
nicht erforderlich
Zertifizierung beantragt. Kostenfrei.
Ort:
Pariser Str. 44, 10707 Berlin Wilmersdorf
Idee
Wir wollen mit den Gruppenanalytischen Selbsterfahrungstagen die Möglichkeit schaffen, kreatives Potenzial der Gruppenanalyse im Berliner Institut für Gruppenanalyse (BIG) kennenzulernen. Psychotherapeut*innen, Ausbildungskandidat*innen und Studierende, die sich für Gruppenselbsterfahrung interessieren und sich einen ersten Eindruck verschaffen wollen, »wie Gruppe geht«, sind herzlich willkommen. Gerne begrüßen wir in unseren offenen Gruppen auch praxiserfahrene Gruppenleiter*innen und Gruppenanalytiker*innen, die neugierig sind, sich im Setting von Kleingruppe, Großgruppe und Social Dreaming selbst zu begegnen und in Kontakt mit Kolleginnen und Kollegen zu kommen. Diejenigen, die gerade Theorieseminare besuchen oder bereits in der Praxisphase ihrer Gruppenweiterbildung sind, können ebenfalls an den offenen Gruppen teilnehmen.
Für alle Mitglieder von Selbsterfahrungsgruppen unseres Instituts (GSE)
ist die Teilnahme an den jährlichen Selbsterfahrungstagen des BIG verbindlicher Bestandteil der Weiterbildung.
Es ist unser Ziel, das BIG als Raum für persönliche Begegnung in der gruppenanalytischen Gruppe wie auch im persönlichen Kontakt jenseits der Gruppensitzungen erfahrbar werden zu lassen. Wir möchten den Austausch fördern zwischen allen, die gemeinsam das Berliner Institut für Gruppenanalyse bilden, und diejenigen dazu einladen, die sich interessieren und womöglich zukünftig dazugehören.
Vorgehensweise
Wir arbeiten im Klein- und Großgruppensetting in der Tradition der Gruppenanalyse nach S.H. Foulkes und mit der von der Gruppenanalyse adaptierten Methode Social Dreaming. Die Kleingruppen treffen sich von Mittwoch bis Samstag sechsmal, dazu kommen vier Großgruppen und drei Social-Dreaming-Sitzungen.
14.30 – 15.00 Uhr Begrüßung
15.00 – 16.30 Uhr Großgruppe
17.00 – 18.30 Uhr Kleingruppe
09.00 – 10.30 Uhr Social Dreaming
11.00 – 12.30 Uhr Kleingruppe
14.00 – 15.30 Uhr Kleingruppe
16.00 – 17.30 Uhr Großgruppe
09.00 – 10.30 Uhr Social Dreaming
11.00 – 12.30 Uhr Kleingruppe
14.00 – 15.30 Uhr Kleingruppe
16.00 – 17.30 Uhr Großgruppe
anschließend FEIER-Abend
09.00 – 10.30 Uhr Social Dreaming
11.00 – 12.30 Uhr Kleingruppe
13.15 – 14.45 Uhr Großgruppe
14.45 – 15.00 Uhr Verabschiedung
Leitungsteam
Dipl.-Psych. Kathrin Albert / Dr. med. Stephan Alder / Dr. med. Klaus Augustin / Dipl.-Psych. Beate Cohrs / Dipl.-Psych. Phillip Denzin / Dr. med. Hanna Göhler / Dr. med. Frank Horzetzky / Dr. rer. nat. Kurt Husemann / Dipl.-Psych. Harald Küster / Dr. phil. Dipl.-Psych. Daina Langner / Dipl.-Psych. Anne Mauritz / Dr. phil. Thomas Munder / Dr. med. Robert Ohlrich / Dipl.-Med. Mariola Pawlowska-Kocela / Dipl.-Psych. Nina Scherg / Dipl.-Psych. Markus Schirpke / Dipl.-Päd. Franziska Schöpfer / Annette Schulz / Ulrike Schwarz / Katrin Stumptner / Dr. phil. Dipl.-Psych. Aleš Vapenka / Dr. med. Frank Zölß-Pöhm
Für aktive Weiterbildungsteilnehmer*innen des BIG:
725 €
Für alle anderen:
795 € bei Zahlungseingang bis zum 12.12.2026 (Frühbuchungspreis)
895 € bei Zahlungseingang ab 13.12.2026
Die Teilnahmegebühr beinhaltet Mineralwasser, Kaffee, Tee in den Pausen und einen Imbiss am Samstagmittag. Am Freitagabend wird ein Raum zum Feiern gestellt.
Stornierungsfristen:
Bis 30.12.2026Rückerstattung (abzüglich Bearbeitungsgebühr 25 Euro)
Ab 31.12.2026 Rückerstattung von 50 % des Betrages
Ab 26.01.2027 Keine Rückerstattung mehr möglich
im Sekretariat des BIG, Nicole Reimer
Vorherige Anmeldung über das Sekretariat erforderlich.
Anmeldung per E-Mail
Anmeldungen sind ab sofort möglich, bitte Mail an: sekretariat@gruppenanalyse-berlin.de
Per Post:
Sekretariat BIG
Rudolfstraße 14
10245 Berlin
Informationen per Telefon:
Anruf +49 30 9700 2456
Veranstaltungsort
Berliner Institut für Gruppenanalyse e. V.
Rudolfstraße 14
10245 Berlin
(Nähe Bahnhof Warschauer Straße)
Die Veranstaltung ist bei der Psychotherapeutenkammer zur Zertifizierung beantragt.
Idee
Wir wollen mit den Gruppenanalytischen Selbsterfahrungstagen die Möglichkeit schaffen, kreatives Potenzial der Gruppenanalyse im Berliner Institut für Gruppenanalyse (BIG) kennenzulernen. Psychotherapeut*innen, Ausbildungskandidat*innen und Studierende, die sich für Gruppenselbsterfahrung interessieren und sich einen ersten Eindruck verschaffen wollen, »wie Gruppe geht«, sind herzlich willkommen. Gerne begrüßen wir in unseren offenen Gruppen auch praxiserfahrene Gruppenleiter*innen und Gruppenanalytiker*innen, die neugierig sind, sich im Setting von Kleingruppe, Großgruppe und Social Dreaming selbst zu begegnen und in Kontakt mit Kolleginnen und Kollegen zu kommen. Diejenigen, die gerade Theorieseminare besuchen oder bereits in der Praxisphase ihrer Gruppenweiterbildung sind, können ebenfalls an den offenen Gruppen teilnehmen.
Für alle Mitglieder von Selbsterfahrungsgruppen unseres Instituts (GSE)
ist die Teilnahme an den jährlichen Selbsterfahrungstagen des BIG verbindlicher Bestandteil der Weiterbildung.
Es ist unser Ziel, das BIG als Raum für persönliche Begegnung in der gruppenanalytischen Gruppe wie auch im persönlichen Kontakt jenseits der Gruppensitzungen erfahrbar werden zu lassen. Wir möchten den Austausch fördern zwischen allen, die gemeinsam das Berliner Institut für Gruppenanalyse bilden, und diejenigen dazu einladen, die sich interessieren und womöglich zukünftig dazugehören.
Vorgehensweise
Wir arbeiten im Klein- und Großgruppensetting in der Tradition der Gruppenanalyse nach S.H. Foulkes und mit der von der Gruppenanalyse adaptierten Methode Social Dreaming. Die Kleingruppen treffen sich von Mittwoch bis Samstag sechsmal, dazu kommen vier Großgruppen und drei Social-Dreaming-Sitzungen.
14.30 – 15.00 Uhr Begrüßung
15.00 – 16.30 Uhr Großgruppe
17.00 – 18.30 Uhr Kleingruppe
09.00 – 10.30 Uhr Social Dreaming
11.00 – 12.30 Uhr Kleingruppe
14.00 – 15.30 Uhr Kleingruppe
16.00 – 17.30 Uhr Großgruppe
09.00 – 10.30 Uhr Social Dreaming
11.00 – 12.30 Uhr Kleingruppe
14.00 – 15.30 Uhr Kleingruppe
16.00 – 17.30 Uhr Großgruppe
anschließend FEIER-Abend
09.00 – 10.30 Uhr Social Dreaming
11.00 – 12.30 Uhr Kleingruppe
13.15 – 14.45 Uhr Großgruppe
14.45 – 15.00 Uhr Verabschiedung
Leitungsteam
Dipl.-Psych. Kathrin Albert / Dr. med. Stephan Alder / Dr. med. Klaus Augustin / Dipl.-Psych. Beate Cohrs / Dipl.-Psych. Phillip Denzin / Dr. med. Hanna Göhler / Dr. med. Frank Horzetzky / Dr. rer. nat. Kurt Husemann / Dipl.-Psych. Harald Küster / Dr. phil. Dipl.-Psych. Daina Langner / Dipl.-Psych. Anne Mauritz / Dr. phil. Thomas Munder / Dr. med. Robert Ohlrich / Dipl.-Med. Mariola Pawlowska-Kocela / Dipl.-Psych. Nina Scherg / Dipl.-Psych. Markus Schirpke / Dipl.-Päd. Franziska Schöpfer / Annette Schulz / Ulrike Schwarz / Katrin Stumptner / Dr. phil. Dipl.-Psych. Aleš Vapenka / Dr. med. Frank Zölß-Pöhm
Für aktive Weiterbildungsteilnehmer*innen des BIG:
725 €
Für alle anderen:
795 € bei Zahlungseingang bis zum 12.12.2026 (Frühbuchungspreis)
895 € bei Zahlungseingang ab 13.12.2026
Die Teilnahmegebühr beinhaltet Mineralwasser, Kaffee, Tee in den Pausen und einen Imbiss am Samstagmittag. Am Freitagabend wird ein Raum zum Feiern gestellt.
Stornierungsfristen:
Bis 30.12.2026Rückerstattung (abzüglich Bearbeitungsgebühr 25 Euro)
Ab 31.12.2026 Rückerstattung von 50 % des Betrages
Ab 26.01.2027 Keine Rückerstattung mehr möglich
im Sekretariat des BIG, Nicole Reimer
Vorherige Anmeldung über das Sekretariat erforderlich.
Anmeldung per E-Mail
Anmeldungen sind ab sofort möglich, bitte Mail an: sekretariat@gruppenanalyse-berlin.de
Per Post:
Sekretariat BIG
Rudolfstraße 14
10245 Berlin
Informationen per Telefon:
Anruf +49 30 9700 2456
Veranstaltungsort
Berliner Institut für Gruppenanalyse e. V.
Rudolfstraße 14
10245 Berlin
(Nähe Bahnhof Warschauer Straße)
Die Veranstaltung ist bei der Psychotherapeutenkammer zur Zertifizierung beantragt.
Ein Südafrikanischer Künstler „in der Verteidigung der weniger guten Idee“
Der im Südafrika der Apartheid aufgewachsene Künstler William Kentridge sieht die Widersprüche der ihn umgebenden Welt Südafrikas „immer als die Position, aus der heraus meine Kunst entsteht. Eine Art tief im Prozess verankertes Bewusstsein meiner Selbst“. Kunst hat für ihn „eine wichtige polemische und politische Funktion, indem sie die Ungewissheit verteidigt, indem sie alle Formen von Gewissheit in Frage stellt, sei es in autoritärer Politik oder als Gewissheit eines Wissens“. In meinem Vortrag werde ich Einblicke in sein Werk geben, beispielsweise seine Adaption von Büchners Woyceck, die er in einem südafrikanischen Bergbaugebiet ansiedelt, und außerdem Gedanken aus seiner 2017 gehaltenen Sigmund Freud Vorlesung vorstellen, in der er unter dem Titel „In der Verteidigung der weniger guten Idee“ das Atelier des Künstlers mit dem „Raum der Psychoanalyse“ vergleicht – beides Räume, in die vielfältiges zunächst Ungeformtes und Unverbundenes einströmt und dort eine neue Form findet. Räume, in denen Verbindungen geschaffen und Bedeutungen generiert werden. Dabei geht es auch um das Nachdenken über die Idee, dass in diesen Räumen, dem Atelier und dem Raum der Psychoanalyse, das scheinbar „weniger Gute“ und „Wichtige“ eine zentrale Rolle als Katalysator für den künstlerischen bzw. psychoanalytischen Prozess spielt.
Vera Rüster, Psychologische Psychotherapeutin, Psychoanalytikerin (DPG, IPV, DGPT), niedergelassen in freier Praxis in Berlin. Dozentin, Supervisorin und Lehranalytikerin am IPB Berlin. Ausbildung zur Kunsttherapeutin an der New York University. 2009 bis 2018 Mitglied des Übersetzerbeirates der „Internationalen Psychoanalyse“ (Übersetzungsband des „International Journals of Psychoanalysis“, der jährlich im Psychosozial Verlag erscheint). Interessensschwerpunkte: präverbale Welterfahrung und psychoanalytische Ansätze zum Verständnis von Kunst und ästhetischem Empfinden.
Moderation
Bettina Ganse
Art der Veranstaltung
Vortrag und Diskussion
Anmeldung:
nicht erforderlich
Zertifizierung beantragt. Kostenfrei.
Ort:
Helgoländer Ufer 5,
10557 Berlin Tiergarten