Veranstaltungskalender

Freitag
05. Dez. 2025 20.15 Uhr
BIPP
Ulrike Kluge

Die (Un)Fähigkeit zu Trauern?! – Psychoanalytische Ermöglichungsräume für solidarische Transformationen?

Öffentliche Vorträge am BIPP im Rahmen der Vortragsreihe »Psychoanalyse… in guter Gesellschaft?!«

Der Vortrag hat zwei Anliegen. Zum einen wird der Versuch unternommen, aktuelle sozialwissenschaftliche Analysen, wie die der »Externalisierungsgesellschaft« (Lessenich) und der »Vulnerability in Resistance« (Butler, Sabsay, Gambetti) mit den psycho- und gruppenanalytischen Konzepten Holding (Winnicott), Containing (Bion) und Resonanz (Anthony/Foulkes) zu verschränken, um mit dieser interdisziplinären Perspektivierung auf zeitgenössische, gesellschaftliche Phänomene die (komplementären) Potentiale psycho- und gruppenanalytischer Zugangsweisen aufzuzeigen. Zum anderen wird der Frage nachgegangen, wie es uns in unseren Behandlungszimmern gelingen kann, uns in den komplexen gesellschaftlichen Transformationen zu orientieren? Welche Rahmungen benötigen wir, um mit unseren eigenen Ohnmachts- und Verlustgefühlen in Kontakt zu kommen?
Hierzu wendet sich der Vortrag beispielhaft den Auswirkungen von Migrationsprozessen und weltweiten Krisen und Kriegen auf unsere Behandlungsräume zu. Was ermöglicht uns die psychoanalytische Haltung im Kontakt mit dem Noch-nicht-Verstandenen, dem nicht Verbalisierbaren, den Brüchen, den zutage tretenden destruktiven Abwehrmechanismen unter den aktuellen Transformationsbedingungen?

Moderation:
Anna Brenner

Art der Veranstaltung:
Öffentlicher Vortrag

Anmeldung:
nicht erforderlich

Weitere Infos >

Zertifizierung beantragt. Kostenfrei.

Ort:

Pariser Str. 44, 10707 Berlin Wilmersdorf

Zu sehen ist das Logo für das Institut für Psychotherapie und Psychoanalyse kurz BIPP in Berlin
Samstag
07. Nov. 2026 20.00 Uhr
BIPP
Carola Spiekermann · Astrid Peter

Ambivalenzen im Widerstandserleben und -verhalten von Frauen ¹

Ambivalenzen im Widerstandserleben und -verhalten von Frauen ¹

Wir leben in turbulenten Zeiten und sind gefordert, uns tiefergehend mit demokratischen Werten sowie verschiedenen Bedrohungen auseinanderzusetzen, die uns und unseren Patient:innen erhöhten Stress bescheren. Die Bedeutungen von Aufbegehren und Protest spielen für die psychische Gesundheit eine zentrale Rolle. Es gibt Widerstand, der sich nach außen in gesellschaftliche Situationen einmischt und es gibt Widerstand, der sich nach innen wendet und eigene innere Kämpfe offenlegt.

  • Welches Verständnis haben Frauen von (ihrem) Widerstand?
  • Wie können wir als Psychotherapeut:innen die psychische Widerstandsfähigkeit
    stärken?
  • Wie können wir konstruktiv mit eigenen Belastungen umgehen, so dass wir
    therapeutisch handlungsfähig bleiben?

In diesem dialogischen Vortrag beleuchten wir sowohl Ängste, Abwehr und Vermeidung von
Widerstand als auch (Über)Engagement und Aktivismus von weiblich gelesenen Menschen in
ihren begrenzenden wie auch voranbringenden Aspekten.

  • Was sind individuelle Voraussetzungen, um den Impulsen von Aufbegehren, Protest,
    Widerstand zu folgen?
  • Worin liegen kulturelle und geschlechtsspezifische Aspekte für ihre
    Ausdrucksformen?
  • An welchen Stellen spüren wir Verantwortung gegenüber gesellschaftlichen
    Entwicklungen außerhalb des Therapieraums

Carola Spiekermann
Psychol. (Körper-)Psychotherapeutin, Fem. Bildungsreferentin,
Supervisorin. Trier

Astrid Peter
Germanistin M.A., Feministische Bildungsreferentin, Sozialtherapeutin.
Wuppertal

Art der Veranstaltung:
Öffentlicher Vortrag

 

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Ort:

Pariser Str. 44, 10707 Berlin Wilmersdorf

¹ zum gender*: siehe

Zu sehen ist das Logo für das Institut für Psychotherapie und Psychoanalyse kurz BIPP in Berlin