Veranstaltungskalender

Mittwoch
18. Jan 2023 20.30 Uhr
IPB - Institut für Psychoanalyse Psychotherapie und Psychosomatik Berlin e.V.
Timo Storck

Der psychosomatische Trieb und die leibliche Gegenübertragung: 
Leiblinien psychosomatischen Denkens in der Psychoanalyse heute

Die psychoanalytische Psychosomatik kann als eine Theorie des Denkens aufgefasst werden. In vielen Ansätzen lässt sich zeigen, wie es zu einer Unterbrechung einer leibseelischen Verbundenheit und Vermittlung kommen kann. Psychodynamisch hat das zur Folge, dass das psychische Erleben »unlebendig« wird, während der Körper zum Träger unregulierter Erregungszustände geworden ist. Im Vortrag wird erörtert, welchen Beitrag psychoanalytische Ansätze in Störungslehre und Behandlungstechnik liefern, unter besonderer Berücksichtigung der Arbeit mit der leiblichen Gegenübertragung.

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Ort der Veranstaltung:
IPB
Helgoländer Ufer 5
10557 Berlin

zu sehen ist das Logo des Institut für Psychoanalyse Psychotherapie und Psychosomatik Berlin, kurz IPB
Mittwoch
15. Feb 2023 20.30 Uhr
IPB - Institut für Psychoanalyse Psychotherapie und Psychosomatik Berlin e.V.
Uta Karacaoğlan

Abstand, Körper und Psychose

Anhand von Vignetten aus Behandlungen mit Patienten, die an psychotischen Störungen leiden, wird die Frage erörtert, welche Rolle Abstand in der Beziehung zwischen Analysanden und Analytikerin spielt. Dabei kommt ausgehend von initial fusionären Übertragungsbeziehungen dem Bezug zum Körper eine besondere Bedeutung zu, da er den Ausgangspunkt darstellt, von dem aus ein erster Abstand in der Beziehung wahrgenommen und etabliert werden kann. Die Folgen für die Behandlungstechnik werden erörtert – insbesondere die Bedeutung bzw. Störungen des unbewussten Körperbildes (Pankow) untersucht und gezeigt, dass über die Wiederherstellung eines abgegrenzten Körperbildes ein erster Abstand entsteht, der das Erleben von Getrenntheit und Unterschiedlichkeit ermöglicht. Dies bildet die Voraussetzung für eine Beziehung zum lebendigen Anderen sowie für Lernen durch Erfahrung und wirkt so der Psychose entgegen.

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IPB
Helgoländer Ufer 5
10557 Berlin

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Mittwoch
15. Mrz 2023 20.30 Uhr
IPB - Institut für Psychoanalyse Psychotherapie und Psychosomatik Berlin e.V.
Ulrich Schultz-Venrath

Mind the Gap – Mentalisieren des Körpers

In den letzten Jahren wurde sowohl von Psychoanalytikern als auch von Vertretern des Mentalisierungsmodells dem Körper aus verschiedensten Gründen zunehmend größere Aufmerksamkeit zuteil, nachdem Freud und die Psychoanalyse das „Grenzgebiet der Physiologie“ als Rückschritt in ein medizinisches Denken ansah. Mit der Intensivierung des Interesses am Präverbalen, am „noch nicht“ des Worts und der Sprache wurde zunehmend deutlich, dass die somato-psychische Basisorganisation den Zusammenhalt des Subjekts ermöglicht und dass es kein nicht-körperliches Selbst gibt. An klinischen Beispielen wird die Einführung des Körper-Modus („body mode“) als frühester prä- oder non-mentalistischer Modus zur Affektregulation erläutert. Aufgrund der Auseinandersetzung mit der kognitiven „Theory of Mind“ in den 90er Jahren war der Körper im Mentalisierungsmodell noch nicht in den Blick geraten. Die Integration dieses Modus geht mit einer Veränderung der Behandlungstechnik einher, um Patienten mit Störungen auf dieser Ebene mentalisierungsfördernd besser zu erreichen.

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IPB
Helgoländer Ufer 5
10557 Berlin

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Mittwoch
21. Jun 2023 20.30 Uhr
IPB - Institut für Psychoanalyse Psychotherapie und Psychosomatik Berlin e.V.
Ewa Kobylinska-Dehe

Leiblichkeit und träumerisches Sprechen

Der Vortrag behandelt drei Themenkomplexe: Als erstes wie aus dem biologisch gegebenen Körper das leibliche Selbst entsteht, zweitens wie es zur Störung dieses Prozesses kommen kann und drittens wie mithilfe des träumerischen Sprechens in der klinischen Situation die Patienten ihren Körper wieder „verleiblichen“ können, indem sie im Sinne von Ogden zu träumen beginnen. Diese Prozesse werde ich an klinischen Beispielen aufzeigen.

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IPB
Helgoländer Ufer 5
10557 Berlin

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